Nach Nicolas Hayeks Tod Swatch-Aktien unter Druck

  • Publiziert: 29.06.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
play Sein Tod drückt auf den Aktienkurs: Nicolas G. Hayek. (Keystone)

BIEL ─ Nach dem Tod von Swatch-Gründer und VR-Präsident Nicolas Hayek sind die Aktien des Uhrenkonzerns heute mit Verlusten gestartet. Hayeks Tod sei ein grosser Verlust für das Unternehmen, urteilen Analysten.

Die Namenaktien der Swatch Group tauchten bis gegen 10.25 Uhr um 3,2 Prozent auf 315 Franken. Dies nachdem gestern im Alter von 82 Jahren an seinem Arbeitsplatz gestorben war. Der als «Mr. Swatch» bezeichnete Hayek war noch Delegierter des Verwaltungsrates der Swatch Group. Er war mit 40,2 Prozent wichtigster Aktionär.

Sein Sohn Nick (56) wurde im Jahr 2003 zum Geschäftsführer ernannt und in diesem Jahr in den Verwaltungsrat gewählt. Die Tochter von Nicolas Hayek, Nayla Hayek, ist derzeit stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende.

Es sei davon auszugehen, dass Geschäftsführer Nick Hayek jetzt im Verwaltungsrat den Vorsitz übernehme und Marc Hayek (39), Sohn von Nayla, zum neuen CEO ernannt werde, sagt Analyst René Weber von der Bank Vontobel. Marc Hayek ist derzeit Chef von Blancpain.

Kontinität gewährleistet

Für Weber war Nicolas Hayek einer der beeindruckendsten Schweizer Unternehmer und unbestritten für das Überleben der Schweizer Uhrenindustrie verantwortlich. Zudem habe er die Swatch Group an die weltweit erste Stelle der Uhrenhersteller geführt. Sein Ableben sein ein enormer Verlust.

Allerdings rechnet der Vontobel-Analyst jetzt nicht mit grösseren Veränderungen in der Strategie und der Eigentümerstruktur der Swatch Group. Gleicher Meinung sind die Analysten der Citigroup. Auch sie sehen Swatch weltweit gut positioniert, um von der konjunkturellen Erholung profitieren zu können. (SDA/snx)

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