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Supercard machts Cumulus nach.
(Christof Kalt)Ab heute weiss auch Coop ganz genau, was wir einkaufen. Wer das nicht möchte und seinen Warenkorb nicht zur Marktforschung offenlegt, hat weniger Vorteile.
Seit gestern wertet Coop den Einkaufskorb der Supercard-Nutzer aus. Im Gegensatz zu Migros mit ihrer Cumulus-Karte hat das Coop bisher nicht gemacht. Durchleuchtet Coop jetzt alle Nutzer der Kundenkarte?
Coop-Sprecher Urs Meier sagt: «Coop führt die Analyse erst durch, wenn der Kunde die neuen allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert hat.» Wer denen nicht zustimme, dem entgingen zahlreiche Angebote und Serviceleistungen. Auch die Möglichkeiten, Punkte einzulösen, seien eingeschränkt. Punkte sammeln könne man aber immer noch. Mit anderen Worten: Wer seinen Warenkorb nicht zur Marktforschung offenlegt, hat weniger Vorteile.
«Die Kunden haben fast nichts davon»
Was Coop als Mittel zu individuelleren Aktionsangeboten anpreist, stösst Sara Stalder vom Konsumentenschutz sauer auf: «Von solchen günstigen Massenerhebungen bei den Kunden profitieren immer die Detailhändler. Die Kunden haben fast nichts davon.»
Oft meldeten sich enttäuschte Kunden. Die Produkte, die die Supercard verspreche, entsprächen oft nicht den Vorstellungen.
Coop hält sich nach eigenen Angaben an die Datenschutzbestimmungen. Dies würde Stalder zwar nicht bestreiten. Doch: «Im Hintergrund werden verschiedene Datenbanken und exakte Adressdaten miteinander verknüpft, was aus unserer Sicht sehr problematisch ist.» Coop müsste explizit erwähnen, dass dieses Programm ein klares Marktforschungsinstrument sei – ansonsten werde den Leuten Sand in die Augen gestreut, sagt Stalder.
Coop sieht vor allem Vorzüge. Auch punkto Sicherheit: Wenn ein Produkt wegen Mängeln zurückgezogen werden müsse, könne man so die Käufer einfach kontaktieren.
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