Südanflüge nur halb so wild? Fluglärm-Fenster floppen

ZÜRICH - Motoren, die gekippte Fenster schliessen, bevor die ersten Flieger landen, sollen die Bevölkerung vor Lärm schützen. Doch kaum ein lärmgeplagter Anwohner interessiert sich dafür. Dabei wären sie gratis.

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Die umstrittenen Südanflüge auf den Flughafen Zürich sind seit Jahren ein Politikum. Und reissen täglich Tausende Menschen aus dem Schlaf. Oder etwa doch nicht? Darauf lassen Zahlen schliessen, die der «NZZ» vorliegen. Ursprünglich sollten 1000 Liegenschaften mit rund 10’000 Schlafzimmern mit speziellen Fenstermotoren ausgerüstet werden.

Sie schliessen gekippte Fenster zu einem vorher programmierten Zeitpunkt automatisch. Etwa kurz vor 6 Uhr morgens, bevor die ersten Flieger über dem Grossraum Zürich landen.

Für die Betroffenen sind die Fenstermotoren gratis. Finanziert würden sie mit acht Millionen Franken aus dem Lärmfonds. Offenbar sind die Motoren aber ein Flop. 

Nur zum Lüften geeignet

Bisher wurden nämlich nur 2500 Schlafzimmer in 250 Liegenschaften umgerüstet. Bei weiteren 1000 Räumen steht ein Entscheid noch aus, wie die «NZZ» weiter schreibt.

Kritiker monieren, dass sich das System höchstens zum kontrollierten Lüften von Zimmern eigne, aber nicht gegen Fluglärm. Dazu müssten komplett neue Fenster montiert werden. (pbe)

Publiziert am 10.11.2016 | Aktualisiert am 14.11.2016
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8 Kommentare
  • Giachem  Casutt 11.11.2016
    Passt irgendwie alles zur Weltstadt Zürich. Oder halt doch nur das grösste Dorf der Schweiz?
  • Urs  Hagen 11.11.2016
    Alles blöde Einrichtungen, wer dort wohnt will dort wohnen. Wir wohnen an einer Bundesstrasse, wir würden nicht hier wohnen wenn wir es nicht wollten. Man sollte einfach die normalen Verordnungen einhalten. Ab 22 Uhr keinen Lärm mehr bis 7 Uhr, ganz einfach oder nicht. Wer sich nicht daran hält wird verwarnt und im Wiederholungsfall die Betriebserlaubnis weggenommen.
  • R.  Meier 11.11.2016
    ich kann mir nicht vorstellen, dass der Fluglärm so störend ist...oder kann mir sonst einer erklären, wieso in Zürich beim Fernsehstudio ein ganzes Quartier aus dem Boden gestampft wird direkt unter der Flugschneise? Und dieses wird sogar von der klagenden Bevölkerung noch bezogen. Also ich verstehe nichts mehr.....
  • Hansjörg  Cartier , via Facebook 11.11.2016
    Gibt es diese auch mit Geruchssensoren gegen stinkende Schweineställe. Aber dann müssten die Bauern die kosten für neue Fenster für die ganze Schweiz übernehmen.
  • Luna  T 10.11.2016
    Billiglösung. Vor vielen Jahren wurden im Nordbereich Fenster ausgewechselt die wirklich Schalldicht sind, immer noch. Es kostete eben was was mehr als 8 Milliönchen, doch die Ausgaben wurden durch einen Obulus auf Flugtickets mit Abflug Zürich bezahlt. Ist eine fast vegessene Geschichte, doch es war ein Erfolg. Doch die Zeiten haben sich geändert, jetzt wird nur noch gespart was das Zeugs hält . Die Dinger haben vermutlich noch die 3 weltweit meistbenutzten Worte eingestempelt. "Made in China"
    • Fritz  Blasimann 11.11.2016
      Ich habe selber 7 Jahre lang in Kloten direkt in der Anflugschneise der Piste 28 gewohnt. Die Flieger hatten etwa noch 100m Höhe über dem Haus. Der Fluglärm hat mich nie gestört. Man merkt fast nichts davon. Die Strasse nach Gerlisberg hat einiges mehr Lärm verursacht. Und auch nach 7 Jahren bin ich jeden Morgen um 5.30 Uhr wegen dem Kirchturm im Bett gestanden, welcher sage und schreibe 2 mal 5 Minuten lang in voller Lautstärke die halbe Stadt aus dem Bett holt. Soviel zum Thema Fluglärm.