Stress mit Digitalisierung So nerven sich Swisscom-Kunden

Höhere Kosten, technische Probleme: Mit der Umstellung auf die digitale Übertragungstechnik schafft sich die Swisscom nicht überall Freunde.

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Das Swisscom-Angebot für TV und Telefon sei günstiger als jenes von Cablecom, versprach der Verkäufer der Swisscom am Telefon. Frau A., die zu einer Generation gehört, für die Sparen wichtig war, liess sich nicht zweimal bitten und wechselte den Anbieter.

Doch nur Wochen später meldete sich die Swisscom schon wieder bei ihr: Das von Frau A. bestellte Abo Vivo Casa werde leider eingestellt. Das Nachfolgeangebot Vivo XS koste fünf Franken mehr. Frau A. bleibt nichts anderes übrig, als zuzustimmen – obwohl die Preisdifferenz zum Cablecom-Angebot damit wieder weg ist.

Solche Fälle häufen sich derzeit bei der Swisscom, wie der «Tages-Anzeiger» heute berichtet. Grund ist die Umstellung der Telefon-Übertragungstechnologie auf das Internetprotokoll. Bis Ende 2017 löst diese die analoge Übertragung komplett ab. Nicht nur die Internetverbindung zum Surfen ist künftig digital, sondern auch Telefon und Fernsehen. Die Kunden brauchen dafür einen neuen Router.

Wer nicht spurt, wird abgehängt

Eine Alternative zum Wechsel gibt es nicht. «Kunden, die Ende 2017 noch nicht auf ein IP-Produkt umgestellt haben, werden von der Swisscom begleitet», zitiert die Zeitung einen Sprecher des Telekomkonzerns. Das ist eine verklausulierte Drohung, widerspenstigen Kunden den Anschluss lahmzulegen.

Die Zeitung führt weiter den Fall einer Familie auf, bei der die Installation des neuen Routers nicht funktionierte. Tagelang hatte die Familie weder Telefon noch Fernsehen. Erst ein Techniker konnte das Problem beheben. Die Swisscom weigert sich aber, die Kosten zu übernehmen.

Das Unternehmen sieht in solchen Klagen nicht mehr als Einzelfälle. Bei den meisten Kunden verlaufe die Umstellung ohne Probleme. Wer Hilfe brauche, werde von der Swisscom begleitet. Höhere Preise seien gerechtfertigt. «Die neuen Angebote enthalten meist auch mehr Leistung», erklärt das Unternehmen. (gs)

Publiziert am 21.11.2016 | Aktualisiert am 21.11.2016
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  • Henrik  Silberstein 22.11.2016
    Ich will nicht mehr Leistung, sondern mehr Qualität.... daran mangelt allerdings in vielen Institutionen und aber auch im ganzen Verhalten in unserer „Leistungs“-gesellschaft: «Die neuen Angebote enthalten meist auch mehr Leistung», erklärt das Unternehmen. Eine Umschaltung kostet bei Swisscom ohne Rabatte mind. 400 Franken... bezahlen können das bestimmt nicht alle.....
  • Henrik  Silberstein 22.11.2016
    Ich will nicht mehr Leistung, sondern mehr Qualität.... daran mangelt allerdings in vielen Institutionen und aber auch im ganzen Verhalten in unserer „Leistungs“-gesellschaft: «Die neuen Angebote enthalten meist auch mehr Leistung», erklärt das Unternehmen. Eine Umschaltung kostet bei Swisscom ohne Rabatte mind. 400 Franken... bezahlen können das bestimmt nicht alle.....
  • Ovis   Colonus 21.11.2016
    IP Telefonie braucht keine Telefonsegelschaft mehr. Sonder eine Internetanbieter der Telefonie anbietet. Ich werde von der Swisscom begleitet ,mit meinem ISDN Anschluss, weil ich nicht umstellen will. Warum Fr. 40.- mehr im Monat, mal 12. Es ist mehr Leistung enthalten. Die ich aber nicht brauche dort wo ich die Leistungen habe, sind weniger Leistung und mehr mehr Kosten. Der Mitbewerb hat mir schon Angebote gemacht. Wenn Swisscom den Stecker zieht bin ich weg.
  • Werner  Kestenholz aus Oberwil
    21.11.2016
    Seit mehr als 2 Jahre versucht die Swisscom bei mir Swisscom-TV zu verkaufen, immer und immer wieder. Auch bei meiner Umstellung mit dem neuen Router lief vieles schief. Sie wollten noch, dass ich den Techniker für CHF 115.00 bezahle. Habe ich abgelehnt .. und siehe dfa Swisscom verzichtet auf den Betrag. Swisscom ist schon lange n ikcht mehr was sie einmal war.
  • Max  Zolliker aus Zürich
    21.11.2016
    Es findet ein Technologiewechsel statt (nicht nur bei Swisscom). Da sind Probleme unausweichlich. Will man dies nicht akzeptieren, sollten wir bei der Wählscheibe oder den Vermittlerinnen bleiben. Man möge sich an das Geschrei erinnern, als die ersten analogen TV-Sender oder der Mittelwellensender wie Beromünster abgestellt wurden, spricht da noch jemand darüber? Sprechen wir noch über die Einführung der Handys? Mit der damaligen Performance hätte dies sofort wieder gestoppt werden müssen.