Star-Ökonom Wellershoff warnt «Franken kann noch stärker werden»

Klaus Wellershoff (50) rechnete bereits vor einem Jahr mit der Aufhebung des Mindestkurses. «Da war der Zeitpunkt sicher günstiger als jetzt», sagt Wellershoff.

SNB-Chef: «Rate nicht zur Hortung von Bargeld»

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Wirtschaft

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Das sagt er heute:

  • Zur Aufhebung des Mindestkurses: Der Franken werde dem Markt ausgesetzt. Nun müsse man damit rechnen, dass er stärker werde. «Ob uns das zur Parität führt, hängt von der Angst der Schweizer vor dem Euro ab. Bis jetzt haben nur die Devisenmarktteilnehmer reagiert. Wenn in den kommenden Tagen die Unternehmen ihre Euroeinnahmen kurssichern und Schweizer Anleger sich vom Euro verabschieden, kann der Franken noch stärker werden.»
  • Zum Absturz der Schweizer Börse: Der Leitindex SMI ging gestern mit einem Minus von 8,7 Prozent aus dem Handel:  «Für Schweizer Unternehmen sind die Umsätze und Gewinne, die im Ausland erzielt werden, weniger wert. Und die Gewinne unserer Exporteure werden kleiner.» Die Preise der Aktien richten sich danach.
  • Zur Rendite der Pensionskassen: Ein herber Rückschlag für alle Anleger. «Damit geben wir einen Teil unserer schönen Rendite des letzten Jahres gleich wieder weg.»
  • Zum Shoppen im Euroraum: Das wird definitiv günstiger. Zur Freude der Schweizer Einkaufstouristen. Sie bekommen für ihre Franken jetzt mehr Euro. Hinzu kommt: «Die Inflationsrate wird bei uns in den kommenden Monaten tief ausfallen.»
  • Zum SNB-Negativzins: «Der nützt nichts.» Die Schweizer Wirtschaft brauche höhere Zinsen.
  • Zum Verlust der SNB: «Bleiben wir bei einem Kurs von unter einem Franken, ist das Eigenkapital der SNB von gut 70 Milliarden Franken weg.»
  • Zu einem  neuen Fixkurs: Würde es einen neuen Mindestkurs geben, wäre dies eine grosse Überraschung. «Die SNB hält das Instrument ja aktuell für ungeeignet.»
Publiziert am 16.01.2015 | Aktualisiert am 16.01.2015
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67 Kommentare
  • Francois  Wiget aus Uerikon
    16.01.2015
    Vor einem Jahr hat mir Wellershoff im Zweiergespräch zugesichert, dass der faire Wert des Euro bei 1.35 ist und dass man bei 1.24 Euro kaufen soll. Ich habe mich mit ihm gestritten und ihm gesagt, dass der Euro in den nächsten drei Jahren unter die Parität fallen wird.
  • rolf  sulzer 16.01.2015
    der wellershoff ist ein absolutes phänomen, jetzt wusste der bereits vor einem jahr was gerstern eingetroffen ist - er und jene, denen er das verraten hat, sind heute finanziell geputzt und gestrählt.
  • Albert  Augustin aus Gelterkinden
    16.01.2015
    Könnten Sie einmal den Begriff "Star-Ökonom" definieren ? Man hört immer solche Worte. Wie wird man "Star-Ökonom" und "Star-Architekt" und "Star-Anwalt" ??
    • rolf  sulzer 16.01.2015
      nehmen sie den nati-star shaqiri als beispiel, dann wissen sie mehr was ein star ist oder sein kann - also nicht etwas wirklich ernstes.
  • Peter  Antenen aus Witzenhausen
    16.01.2015
    Wäre die Schweiz in der EU und hätte den Euro, wäre sie ein Land wie z.B. A, NL, L oder B, aber es würde uns so schlecht auch nicht gehen. Stattdessen handeln wir uns mit dem Alleingang immer wieder neue Probleme ein. Im jetzigen Fall des Frankens wird sogar gegen die CH spekuliert. Arbeitsplätze sind in Gefahr und Arbeitsbedingungen und Löhne werden womöglich zur Diskussion stehen. Dieser Alleingang kostet viel und bringt den normalen Bürgern wenig. Die Leute in der EU leben auch noch!
  • Frank  Hebel 16.01.2015
    Das war überfällig. Die SNB kann genauso wenig wie die Schweiz die Realität der Restwelt ignorieren. Gesunde Unternehmen werden auch im Export erfolgreich bleiben. Zielgruppe der Tourismusbranche sind immer mehr Gäste die nicht auf den Euro achten müssen.
    Für die Lobbyisten aus Touri, Agrar und Einzelhandelsbranche werden dennoch die Handelsschranken erhöht. Die Abschottungsreflexe werden stärker, zu Kündigung der bilateralen führen...Erst dann kommt das Erwachen... ups, wir sind Teil der Welt.
    • Alfred  Darms aus Udon Thani
      , via Facebook
      16.01.2015
      Die Leute in der EU leben auch noch; aber wie leben sie??