Städter sind die schlechteren Zahler Hier wohnen die schlimmsten Schweizer Schuldner

ZÜRICH - In welchen Kantonen leben die guten und wo die schlechten Zahler? Eine Studie zeigt: Besonders tief ist die Zahlungsmoral in der Westschweiz.

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Die Schuldnerquote bei Privatpersonen nach Kantonen. Zvg

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In der Schweiz wachsen die Schuldenberge: 2015 kamen 3500 neue Schuldner dazu. Insgesamt sind es nun 441'706 Personen, auf denen Betreibungen (ab Fortsetzungsbegehren), Konkurse und Verlustscheine lasten. Das zeigt eine Studie der Beratungsfirma Crif. Mehr als jeder zwanzigste Einwohner der Schweiz steckt somit in der Schuldenfalle. 

Besonders tief ist die Zahlungsmoral in der Westschweiz. Die schlechtesten Zahler wohnen in den Kantonen Neuenburg und Genf, wo die Schuldnerquote je 8,7 Prozent beträgt. Das sind 3,4 Prozentpunkte mehr als der schweizerische Durchschnitt. Doch auch Basel-Stadt kann sich nicht rühmen. Mit 7,3 Prozent sind Basler die dritttschlechtesten Zahler, gefolgt von Waadt mit 6,9 Prozent. Laut Studie geht eine höhere Arbeitslosigkeit mit einer höheren Schuldnerquote einher. 

Appenzeller und Innerschweizer sind die verlässlichsten Zahler

Bei den Städten zeigt sich ein ähnliches Bild. Das Rennen um die höchsten Schuldnerquote macht La Chaux-de-Fonds (11,3 Prozent), gefolgt von Biel (10,1 Prozent) und Neuenburg (9,6 Prozent). 

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Die Schuldnerquote der Schweizer Städte. Screenshot

Zum Vergleich: Zürich liegt mit einer Schuldnerquote von 5,2 Prozent leicht unter dem Schweizer Mittel. Die zuverlässigsten Zahler leben jedoch im Zürcher Oberland: Uster hat mit 3,5 Prozent die tiefste Quote. Kantonal gesehen hat Appenzell Innerrhoden mit einer rekordtiefen Quote von 1,3 Prozent die Nase vorne. Danach folgen die Uri, Nidwalden, Obwalden und Zug.

Der Vergleich zwischen Städten und Kantonen zeigt: Die besseren Zahler leben in den ländlichen Gebieten. Es gibt aber auch Ausnahmen. Die Finanzmetropole Lugano etwa liegt mit 4,6 Prozent deutlich unter dem Tessiner Schnitt von 6,4 Prozent.

Publiziert am 30.03.2016 | Aktualisiert am 14.04.2016
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14 Kommentare
  • Max   Hasenei 31.03.2016
    Schweizer leben nur mit Schulden bis Sie gestorben sind, sei es mit dem Haus das nie abbezahlt werden kann wie im Ausland, Auto usw.
    Der angeblich hohe Lebensstand ist nur Schein was auf die Pensionskasse zurückzuführen ist und die Kantone machen auch gute Kasse mit ihren Betreibungsämtern.
    Wer das System noch nicht verstanden hat ist selber schuld.
    • Pascal  Müller 31.03.2016
      Ach ja? Was habe ich für Schulden? Ich habe kein Eigenheim, was man durchaus abbezahlen darf (ob es dann Sinn macht ist wieder etwas anderes), Auto habe ich auch komplett bezahlt, was ist das "usw"? Ich kann noch so lange überlegen, die einzigen Schulden welche ich aktuell habe sind ein Abendessen für einen Kumpel welches ich bei einer Wette verloren habe; naja insofern hast du sogar recht, aber dann bin ich ab nächstem Dienstag dann Schuldenfrei?!?
  • Beat  Haueter 31.03.2016
    Was wird hier so schlecht dargestellt?! Unser Geldsystem ist ja ein SCHULDGELDSYSTEM! Also, OHNE Schulden würde das System aufgehoben! Aber die DUMME Menschheit merkt und glaubt das ja nicht! Also weiter so im Hamsterrad....
  • Hans  Grüter 31.03.2016
    Als ich die Grafik gesehen habe, dachte ich zuerst, dass es um das Abstimmungsverhalten bei der letzten Abstimmung geht. Ist doch auffällig, dass die Kantone mit den bösen Rassisten und anderen SVP-Wählern den kleinsten Schuldneranteil aufweisen. Ein Schelm, wer Böses denkt.
  • Adrian  Gerber aus Aarberg
    31.03.2016
    In der Schweiz kann Jeder Jeden Betreiben. In einem anderen Bericht vermittelten Sie ein ganz anderes Bild.

    http://www.blick.ch/news/wirtschaft/risiko-kantone-hier-tappen-sie-am-ehesten-in-die-schuldenfalle-id4153746.html

    Ach ja, ich wurde auch schon betrieben. Bislang entstanden mir dadurch aber keine Nachteile.


  • Don  Mexico 31.03.2016
    nun das wundert mich nicht wenn die Leute im Betreibungsamt mit der Einstellung hinter Glas und Riegel stehen und verhöckern, dass Schulden machen nicht verboten ist. Da haben Sie ja eigentlich noch recht, aber ihre Arbeit machen sie mehr schlecht als recht. Ich habe mir ein Geldeintreiber Truppe beschaft, die wenn es sein muss das Geld holt. Der Staat hilftDir sowieso nicht dabei.