Soziale Netzwerke Facebook darf seine Benutzerregeln wieder nach Belieben ändern

Menlo Park – Ein Hauch demokratischen Frühlings bei Facebook hat sein Ende gefunden: Das soziale Netzwerk darf künftig wieder seine Benutzerregeln nach Belieben ändern, nachdem zu wenige Personen an einer Abstimmung über Mitspracherechte teilgenommen haben.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Meyers Sparprogramm Digitalisierung vernichtet die SBB-Jobs
2 Der YAHOOndert-Hack «Tausende Schweizer sind betroffen»
3 Krankenkassen So heftig wird der Prämien-Schock

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Dieses Resultat war erwartet worden: Noch in keiner der seit 2009 durchgeführten Abstimmungen war das nötige Quorum von 30 Prozent erreicht worden. Dies war mitunter ein Grund, wieso Facebook die Befragungen absetzen wollte.

Am Montagabend hatten sich erst rund 670'000 Mitglieder - also nur 0,07 Prozent der Netzwerk-Community - am digitalen Urnengang beteiligt. 589'000 von ihnen hatten sich dabei für den Erhalt der Mitspracherechte ausgesprochen. Damit das Resultat verbindlich gewesen wäre, hätten rund 300 Millionen Mitglieder teilnehmen müssen.

An der letzten Abstimmung im Juni betrug die Wahlbeteiligung sogar nur 0,04 Prozent. Facebook beschloss daraufhin, die Abstimmungen abzuschaffen. Stattdessen soll es zusätzliche Möglichkeiten geben, den Verantwortlichen für Datenschutz Fragen zu stellen.

Das Online-Netzwerk, das oft von Datenschützern kritisiert wird, hatte die Abstimmungen immer wieder als einzigartiges Beispiel für Demokratie im Verhältnis zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden hervorgehoben. Das Verfahren war eingeführt worden, als Facebook noch rund 200 Millionen Nutzer hatte.

Kritiker hielten Facebook vor, die Abstimmungen seien angesichts der unrealistisch hohen Hürde stets eine Farce gewesen. Facebook hatte diesmal jeden Nutzer per E-Mail auf die Möglichkeit zur Meinungsäusserung hingewiesen. (SDA)

Publiziert am 10.12.2012 | Aktualisiert am 10.12.2012
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden