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Der Vorschlag klingt vielversprechend: Droht einem grossen Unternehmen die Pleite, sollen die obersten Manager und die Verwaltungsräte mit ihrem privaten Vermögen haften.
Diese Idee kommt nicht etwa von der politischen Linken sondern von FDP-Nationalrat und Unternehmer Johann Schneider-Ammann und Privatbankier Konrad Hummler (Privatbank Weggelin). Sie haben ihn gestern vorgestellt.
Damit wollen die beiden verhindern, dass es je wieder zu einem Fall UBS kommt. Dass also der Staat mit Steuergeld in die Bresche springen muss, um eine Pleite zu verhindern. Und die Manager zuvor Super-Boni abzügeln können.
Nur für «staatstragende» Unternehmen
Die Regelung soll auf Unternehmen beschränkt werden, deren drohende Pleite die ganze Schweizer Wirtschaft beeinträchtigen könnte. Also neben den beiden Grossbanken auch Unternehmen wie Swisscom, die Post, die SBB, Elektrizitätswerke oder Versicherungen und Krankenkassen.
Bevor ein solches Unternehmen beim Bund um Geld betteln geht, würden die Vermögen der Manager und Verwaltungsräte liquidiert. Erst danach würde der Bund den Geldhahn öffnen.
Die Idee hat einen Haken
Allerdings stellen sich in der Umsetzung einige Probleme: Zuerst muss man bestimmen, welche Unternehmen so behandelt werden. Macht man dies, arbeiten diese Unternehmen unter anderen Voraussetzungen als Konkurrenten, die nicht als «staatstragend» eingestuft werden.
Zudem könnte ein solches System dazu führen, dass die Manager das Unternehmen lieber in die Pleite schlittern lassen, als beim Staat betteln zu gehen. Oder dass fähige Leute sich lieber bei Unternehmen ohne diese Haftung anstellen lassen. Der Vorschlag ist im Parlament deponiert und soll jetzt weiter ausgearbeitet werden. (pft)
Sollen Manager und Verwaltungsräte bei Pleiten von Grossfirmen mit ihrem eigenen Vermögen haften?
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Peter Kurer, Marcel Ospel und Brady Dougan (v.l.): Auch UBS und CS-Bosse müssten in Zukunft für ihre Pleiten büssen. (Keystone/Reuters/Montage: Blick.ch)