Unbeliebte Unternehmen Sogar Cablecom schlägt UBS

  • Publiziert: 28.07.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

BERN – Die UBS «geniesst» einen schlechten Ruf. Die Schweizer Bevölkerung vertraut ihr nicht – genauso wenig wie den anderen Grossbanken. Doch welche Firma haben die Schweizer am Liebsten?

Der Uhrenkonzern Swatch ist der grosse Gewinner bei der Studie «Business Reflector 2009» des Marktforschungsinstituts GfK Switzerland, das den Ruf von 112 Schweizer Unternehmen untersuchte. 3400 Personen wurden dafür befragt.

Die Swatch Group ist in den Augen der Befragten ein «absolutes Top-Unternehmen», welches international erfolgreicher als andere ist und bessere Produkte anbiete.

Die grossen Verlierer sind die Grossbanken: Die UBS belegt wie bereits im Vorjahr den letzten Rang hinter der Cablecom, die immer wieder durch negative Meldungen betreffend ihres Kundendienstes in die Schlagzeilen kam.

Im Unterschied zur UBS habe die Credit Suisse ihren Reputationsverlust zwar bremsen können. Doch auch sie leide nach wie vor unter dem Vertrauensverlust in die Grossbanken, teilte das Institut mit.

Im Gegensatz dazu haben die Kantonalbanken und die Raiffeisen Bank von den negativen Schlagzeilen der Grossbanken profitiert. Die Kantonalbanken stiegen von Rang 56 auf Rang 11, während Raiffeisen auf der Beliebtheitsskala den 5. Platz erklomm (2008: Rang 19).

Das Unternehmen liege auch bei der emotionalen Wertschätzung an der Spitze der Rangliste, teilte das Institut weiter mit. Das Unternehmen könne sich gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise, in der verschiedene Unternehmen das Vertrauen in die Bevölkerung verloren haben, positiv abheben.

Migros und Coop oder Aldi und Lidl?

Wie beim Bankenmarkt scheiden sich auch beim Detailhandel die Geister. Während Migros mit dem 3. und Coop auf dem 12. Rang Spitzenplätze erreichten, gehören Aldi und Lidl zu den Schlusslichtern.

Bei Migros und Coop fielen vor allem die Nachhaltigkeit und die emotionale Beurteilung stark positiv ins Gewicht. Während Aldi und Lidl zwar mit Erfolg assoziiert werden, sprachen ihnen die Befragten jedoch weder Qualität noch Kompetenz zu.

Bei der Studie «Business Reflector 2009» des GfK Switzerland wurden Aspekte wie Image, Bekanntheit, Qualität, Innovation, emotionale Komponenten und Nachhaltigkeit untersucht. (SDA/num)

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