So wohnen die Vermögenden in der Schweiz Jedem Reichen sein Reich

ZÜRICH - Bauland wird knapp in der Schweiz. Doch die Reichen spüren davon nichts. Die neue «Bilanz» zeigt, wie sie wohnen.

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Die Schweiz wird eng, der Wohnraum knapp. Reihenweise werden in den Agglomerationen Siedlungen geschleift und durch grössere und höhere Gebäude ersetzt. Verdichtung lautet das Zauberwort der Siedlungsplaner, Dichtestress die Klage der Bewohner.

Keine solchen Sorgen kennen die Reichen. Ihre grosszügige finanzielle Ausstattung schlägt sich in ihren Immobilien nieder. Die neue «Bilanz»-Ausgabe über die 300 Reichsten im Land nimmt deren Häuser unter die Lupe und lässt sie vom Architekturkritiker Köbi Gantenbein (60) benoten.

Lob und Tadel

Hervorragend weg kommt Uhrenbaron Jean-Claude Biver (67), der in La Tour-de-Peilz VD eine Villa mit Türmchen bewohnt. Biver habe bei der Gestaltung des Grundstücks fast alles richtig gemacht, findet Gantenbein. Luftsprünge macht der Kritiker auch beim verschachtelten Anwesen von Bierkönig Jorge Lemann (77) in Rapperswil SG.

Abzüge bekommt hingegen Martin Ebner (71) für seine Pavillonburg in Wilen SZ. Dass der Bankier die Ecken schleifen liess, lässt den Kritiker die Nase rümpfen. Gar unterirdisch schlechte Noten erhält das sternförmige Chalet «im Lederhosenstil» von Charlene de Carvalho-Heineken (62) in St. Moritz GR. (gs/bh)     

Publiziert am 01.12.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016

Die reichsten Schweizer – Zahlen und Fakten

Gesamtvermögen der 300 Reichsten: 613 Milliarden Franken. Die 300 Reichsten waren noch nie so reich wie heute. Jeder besitzt im Durchschnitt 2045 Millionen Franken.

Entwicklung der Vermögen: Die 300 Reichsten sind 2016 um 18,6 Milliarden reicher geworden. Damit hat sich der Zuwachs gegenüber den Vorjahren beschleunigt.

Netter Weihnachtsbonus: Würde das Vermögen der 300 Reichsten auf die Bevölkerung der Schweiz aufgeteilt, erhielte jeder Einwohner 73 673 Franken bar auf die Hand.

28 Jahre Berichterstattung: Als BILANZ 1989 erstmals die Reichstenliste publizierte, besassen die damals erfassten 100 Allerreichsten zusammen 66 Milliarden Franken. Heute verfügen alleine die zwei Reichsten, die Familie Kamprad sowie Jorge Lemann, mit 73 Milliarden über mehr Vermögen als damals alle 100 zusammen.

Reiches Wachstum: Seit 1989 ist das Durchschnittsvermögen der Reichsten rund dreimal stärker gewachsen als das Bruttoinlandprodukt der Schweiz.

Die zehn Reichsten: Die Top Ten in der Reichstenliste haben dieses Jahr 3 Milliarden Franken dazugewonnen. Sie besitzen zusammen 183 Milliarden. Drei Prozent der 300 Reichsten halten damit 30 Prozent des Gesamtvermögens aller Reichsten.

Der Reichste: Die Familie Kamprad hält seit fünfzehn Jahren ununterbrochen die Spitze der 300 Reichsten. Die Ikea-Möbelhändler haben 2016 ihr Vermögen um eine Milliarde Franken vermehrt und besitzen nun 45 bis 46 Milliarden. Firmengründer Ingvar Kamprad lebt zwar wieder in Schweden, doch seine drei Söhne, die heute das Unternehmen leiten, besitzen den Schweizer Pass.

Der grösste Aufsteiger: Die sechsköpfige Familie des SVP-Haudegens Christoph Blocher hat rund zwei Milliarden Franken dazugewonnen und kommt nun auf ein Vermögen von 7 bis 8 Milliarden Franken. Haupttreiber des Geldsegens sind die Aktien der Ems-Chemie, die im Jahresvergleich um 25 Prozent in die Höhe schossen. Davon profitieren die drei Schwestern Magdalena, Miriam und Rahel.

Der grösste Absteiger: Das Vermögen der Familien Hoffmann und Oeri schmolz um 2 Milliarden auf 23 bis 24 Milliarden Franken. Die Aktien von Roche schwächeln, was die Nachkommen der Gründerfamilie bei ihrem (stimmenmässig) beherrschenden Paket am Basler Pharmakonzern zu spüren bekamen.

Der älteste Reichste: Robert Heuberger ist mit seinen 94 Jahren der Älteste unter den 300 Reichsten. BILANZ schätzt das Vermögen des Immobilienentwicklers auf 450 bis 500 Millionen Franken.

Der jüngste Reichste: Der Formel-1-Pilot und Wahlschweizer Sebastian Vettel ist 29 Jahre alt, hat sich aber mit Vollgas bereits ein Vermögen von 150 bis 200 Millionen Franken herausgefahren.

Die Neuen: In diesem Jahr werden dreizehn neue Reichste in der Liste aufgeführt. Die Debütanten bringen zusammen 8,3 Milliarden Franken auf die Waage.

Klangvoller Name: Unter den neu aufgeführten Reichsten trägt Marina Picasso einen weltberühmten Namen. Die Enkelin des Jahrhundertmalers Pablo Picasso hat von ihrem Grossvater Bilder und Zeichnungen im geschätzten Wert von 1,5 bis 2 Milliarden Franken geerbt.

Zahlreiche Milliardäre: Mehr als jeder dritte der 300 Reichsten, nämlich deren 135, ist ein Milliardär. Von den laut «Forbes» weltweit 2473 Milliardären lebt demnach jeder 18. in der Schweiz.

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11 Kommentare
  • Reto  Petitprince aus Binningen
    02.12.2016
    Mittelmässiges Leben ? Eine Aussage, die an Arroganz kaum zu überbieten ist. Ich habe genug zu Essen - gutes Essen, mache 1 - 2 Mal pro Jahr Ferien am Meer und leiste Dienst an der Gesellschaft. Ich liebe mein Leben, in dem es tolle, weniger tolle uns schlimme Dinge gibt. Ich lebe ein enorm erfülltes Leben, das sich so für Geld nicht kaufen lässt!
  • Simon  Meier aus Küssnacht
    02.12.2016
    Zeigt doch mal nur schon mal eines ihrer Ferienanwesen (z.B. in Merlischachen) von euren Brötligeber den Ringiers, das kann da locker mithalten... und ist dann noch nur einige Tage im Jahr bewohnt.
  • Peter  Stahl aus Baden
    02.12.2016
    Anstelle zu klagen...sollte es für jeden, der dieses ebenfalls erreichen will..eine Motiviation sein..für alle Anderen, die sich mit einem mittelmässigen Leben begnügen, sollten eher ruhig sein...und ebenfalls akzeptieren, dass es Menschen gibt mit Zielen. Aber es ist einfacher über die, die es geschafft haben her zuzuziehen, anstelle sich einzugestehen, dass man es selber nicht schafft, oder zu bequem ist endlich Gas zu geben. Das heisst TV weg, studier und arbeiten, Zeit ist Geld, immer noch!
  • Toni  Richter 02.12.2016
    Geld allein macht nicht glücklich...
    Dazu brauchts noch Gold, Edelsteine, Aktien, Immobilien u.s.w. !!!
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    02.12.2016
    Diese Evaluierungen sollen verboten werden. Bringen Neider und Attacken und Terroranschläge auf diese Familien. Gönnt ihnen das Geld doch lasst diese einfach in Ruhe.
    ewz