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Der Chef der europäischen Zentralbank, Mario Draghi (Archiv)
(Keystone)Die Europäische Zentralbank will Staatsanleihen von Schuldenstaaten kaufen. Sie will dafür sorgen, dass sich die mörderischen Schuldenzinsen dieser Länder wie Italien oder Spanien senken.
Der EZB-Präsident Margio Draghi hat bekannt gegeben, dass die EZB zur Euro-Rettung Staatsanleihen der Schuldenstaaten kaufen will. So will die Europäische Zentralbank dafür sorgen, dass sich die Schuldenzinsen senken und die Staaten wie Italien oder Spanien wieder mehr Luft für ihre Sparbemühungen haben.
Draghi präzisierte damit seine Ankündigung von Anfang August. Er machte es zur Bedingung, dass die Euro-Rettungsschirme am Bondmarkt aktiv werden. Dies sei eine notwendige Bedingung, bedeute aber nicht automatisch, dass die EZB auch tatsächlich eingreifen werde.
Die EZB wird bei ihrem Anleihenankaufprogramm keine Obergrenze für das Volumen setzen. Das Programm werde beeendet, wenn die Ziele erreicht seien, kündigte Draghi an. Einmal mehr betont er an der Pressekonferenz am Frankfurter Hauptsitz der EZB: «Der Euro ist unumkehrbar.»
Noch einmal betont Draghi, dass die Europäischen Länder bei den Strukturreformen vorwärts machen müssen. Ohne Reformen werde die Eurozone nicht überleben können. «Diese Massnahmen sind notwending um die Preisstabilität zu gewährleisten.»
Draghi gab ebenfalls bekannt, dass der Leitzins bei rekordtiefen 0,75 Prozent bleibt.
Die Börsen reagierten leicht negativ auf die Draghis-Plan: Der Swiss Market Index gab einen Teil seiner Gewinne vom Morgen ab und notierte noch 0,5 Prozent im Plus. Der Franken steigt leicht auf 1,2038 pro Euro von 1,2050 vor der EZB-Entscheidung.
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