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Seit Anfang Jahr sind in der Schweiz 3267 Unternehmen Pleite gegangen. Das sind 30,9 Prozent mehr als 2009. Das zeigt die Statistik der Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet.
So viele Konkurse habe es seit der Einführung der Konkursstatistik bei D&B im Jahr 1994 noch nie gegeben. Beinahe monatlich erreiche die Zahl der Firmenkonkurse einen neuen Höhepunkt.
Entspannung sei keine in Sicht
In den Monaten Juni, Juli und August war der Anstieg an Konkursen in diesem Jahr bisher am kräftigsten. Einzig in der Exportindustrie und in der Finanzbranche ging die Konkursrate leicht zurück.
Düsterer sieht es laut D&B in der Binnenwirtschaft aus:
So lag im Detailhandel die Zahl der Firmenpleiten gegenüber dem Vorjahr in den Sommermonaten um 41,1 Prozent höher.
Im Gastgewerbe (+24,0 Prozent) und im Handwerk (+29,1 Prozent) sei der Anstieg zwar etwas moderater, jedoch immer noch deutlich höher als in den Vormonaten ausgefallen. Im Autogewerbe ist das Bild noch düsterer: Im Sommer gab es mehr als doppelt so viele Firmenpleiten wie in der Vorjahresperiode.
5200 Pleiten im ganzen Jahr
Die Zeichen haben sich laut D&B verdichtet, dass den von der Binnenwirtschaft abhängigen Betrieben ein stürmischer Herbst bevorsteht: Der Pleitenhöhepunkt – ein Anstieg von 35 bis 60 Prozent – sei für das vierte Quartal zu erwarten.
Für das Gesamtjahr erhöhte das Unternehmen seine Prognose. Im Frühjahr hatte D&B noch 5100 Konkurse für das Jahr 2009 vorausgesagt.
Aufgrund der aktuellen Entwicklung sei jedoch mit 5200 Firmenpleiten zu rechnen, heisst es nun. Damit würde der bisherige Rekord aus dem Jahr 2004 mit 4743 Firmenkonkursen deutlich übertroffen. (SDA, pft)