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Damit bekommen Sparer ihre Guthaben vom Staat ausbezahlt, wenn ihre Bank Konkurs geht. «Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind», verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern in Berlin.
Im österreichischen Fernsehen «ORF» sagte Finanzminister Wilhelm Molterer, Wien werde dem Beispiel Deutschlands folgen. Die Regierung werde am Mittwoch über eine Erhöhung der Staatsgarantie entscheiden.
Auch Dänemark bürgt für das Geld seiner Sparer: Die Banken des Landes schlossen eine Vereinbarung mit der Regierung, wonach sie in den kommenden beiden Jahren umgerechnet rund 4,4 Mrd. Euro in einen speziellen Fonds einzahlen. Dies gab die dänische Wirtschaftsministerin Lene Espersen heute bekannt.
In den vergangenen Tagen hatten bereits Irland und Griechenland die Einlagen der Sparer bei den grossen Banken in unbegrenzter Höhe garantiert. Auch in Grossbritannien forderte die Opposition die Regierung auf, dem Schritt der deutschen Regierung zu folgen.
HRE gerettet – Manager zittern
In der Nacht auf heute einigten sich in Deutschland Regierung und Finanzwirtschaft auf ein neues Rettungspaket für den Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE). Danach will die Finanzindustrie den Umfang der Notfallkredite für den Münchner Konzern auf nunmehr 30 Milliarden Euro verdoppeln.
Einschliesslich der 20-Mrd-Kredite vom Notenbanksystem beläuft sich das neue Rettungspaket für die HRE-Gruppe auf insgesamt 50 Mrd. Euro. Mit dem neuen, ebenfalls abgesicherten Liquiditätskredit von nochmals 15 Mrd. Euro werde «das Institut stabilisiert und damit der Finanzplatz Deutschland in schwierigen Zeiten gestärkt», heisst es in einer Mitteilung des Finanzministeriums.
Die Bundesregierung – und andere Politiker – rügten die HRE-Führungsspitze. Angela Merkel forderte, Manager zur Rechenschaft zu ziehen: «Wir sagen, dass diejenigen, die unverantwortliche Geschäfte gemacht haben, zur Verantwortung gezogen werden. Dafür wird die Bundesregierung sorgen.» Das sei sie den Steuerzahlern schuldig, von denen letztlich staatliche Hilfen bezahlt werden müssten. (SDA/dip)