SNB bestätigt Geldpolitik Schweizerische Nationalbank hält Negativzinsen rekordtief

Die Schweizerische Nationalbank verschärft ihre Geldpolitik nicht: Das Zielband für den Drei-Monats-Libor bleibt unverändert bei -1,25 bis -0,25 Prozent. Die Negativzinsen auf Giroguthaben betragen weiterhin minus 0,75 Prozent.

Stellt für 2015 rote Zahlen vor: Nationalbankpräsident Thomas Jordan. (Archiv) play
Nationalbankpräsident Thomas Jordan behält den Kurs der Geldpolitik bei. LUKAS LEHMANN

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Wirtschaft

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Kein Ende des Tiefzins in Sicht! Auf ihrer heutigen Sitzung bestätigte die Spitze der Schweizerischen Nationalbank SNB den Kurs ihrer expansiven Geldpolitik. Das heisst: die Negativzinsen bleiben unverändert rekordtief.

Das Zielband für den Drei-Monats-Libor bleibt bei -1,25 bis -0,25 Prozent. Die Negativzinsen auf Giroguthaben betragen minus 0,75 Prozent. «Der Franken bleibt weiterhin deutlich überbewertet», begründet SNB-Präsident Thomas Jordan (53) den Entscheid.

Wie erwartet habe sich die Weltwirtschaft insgesamt weiter erholt. Insbesondere die Konjunktur-Lokomotive USA weise eine positive Entwicklung auf, die Lage am US-Arbeitsmarkt verbessere sich weiter. Gestern hat die US-Notenbank Fed zum zweiten Mal nach der Finanzkrise den Leitzins um 0,25 Prozent erhöht. Drei weitere Zinsschritte könnten im Jahr 2017 folgen.

Fed-Entscheid für die SNB nicht massgebend

«Die Zinserhöhung reflektiert, dass die Wirtschaft deutliche Fortschritte gemacht hat», sagt Fed-Chefin Janet Yellen (70) auf der Pressekonferenz nach dem Zinsentscheid.

Während die USA langsam zu einer Normalisierung ihrer Geldpolitik zurückkommt, bleibt die Geldpolitik der SNB unverändert expansiv. «Die Aussichten für das nächste Jahr sind verhalten positiv», sagt SNB-Präsident Jordan. Aufgrund der internationalen Risiken sei auch die Prognose für die Schweiz weiterhin von «bedeutenden Unsicherheiten» gekennzeichnet.

Für die SNB ist der Zinsentscheid aus den USA nicht massgebend. Ihr Hauptaugenmerk gilt der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank EZB. Diese hat letzte Donnerstag den Leitzins nicht angetastet. Der Schlüsselsatz für die Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld bleibt damit bei 0,0 Prozent.

Publiziert am 15.12.2016 | Aktualisiert am 15.12.2016
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3 Kommentare
  • Peter  Eugen aus Seengen
    15.12.2016
    Langsam sollte die Politik eingreifen und den Franken/die Schweiz weniger attraktiv machen,z.B. durch Einschränkung des Immobilienmarktes für ausl. Investoren
  • Dan  Werker 15.12.2016
    Die mutlose Natinalbank steuert lieber auf einen totalen Crash in einigen Jahren zu, als dass eine kurze Rezession zulässt. Da soll noch Jemand behaupten sie plane langfristig und agiere unabhängig von der Politik.
    • alois  Leimgruber aus Villmergen
      15.12.2016
      Das sehe ich so ! Die SNB hat über 600 Mrd. an Devisen angehäuft.