Deutsche Steuerfahnder im Verdacht SMS als Beweis für Datenklau

  • Publiziert: 09.07.2012

Deutsche Steuerfahnder organisierten Beschaffung von Schweizer Bankdaten per SMS.

Die Affäre um die 2,5 Millionen Euro teure CD mit Daten von deutschen Kunden der Credit Suisse kocht wieder hoch. Im März hatte die Schweizer Bundesanwaltschaft in dieser Sache einen Haftbefehl gegen die beteiligten Steuerfahnder aus Deutschland erlassen.

Die Schweizer Seite hat offenbar Beweismaterial, um den Steuerfahndern die «Gehilfenschaft» beim Datendiebstahl nachzuweisen, wie das Magazin «Spiegel» in seiner aktuellen Ausgabe schreibt.

Der Kauf der CD wurde über den Mittelsmann mit Decknamen M. Weber vorbereitet. Kommuniziert wurde per Fax, Telefon und SMS. Die Kurznachrichten an einen der Fahnder lesen sich so: «Schönen guten Morgen – Terminbekanntgabe für neues Treffen erwünscht. Wann und wo?», tippte Mittelsmann Weber am 3. Juni 2008 auf seinem Handy ein, mit «Gruss aus der CH».

Beschafft wurden die Daten Anfang 2010. Auf der CD sollen sich rund 1100 Datensätze deutscher Kunden der Credit Suisse befinden. Anstiftung zum Datenklau ist eine strafbare Handlung. (map)

Alle Kommentare (2)

  • Peter  Stoffel , Rorschach
    Das ist das Sprichwörtlich typisch Kaltschnäuzige unserer noerdlichenNachbarn. Hat Jemand etwas Anderes erwartet?
    • Heinz  Koilinger
      Das ist ebenso kaltschnäuzig wie die sture, fortgesetzte Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu Lasten eines Nachbarstaates. Recht und weiter so.
      • 09.07.2012
      • als Kommentar auf Peter  Stoffel , Rorschach
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