Silvester rettet 1. August nicht Das Feuerwerk-Jahr war kein Knaller

Der heisse Sommer hat den Feuerwerk-Händlern das Geschäft dieses Jahr vermiest. Ein Feuerverbot im Engadin drückt den Umsatz um Silvester noch weiter nach unten.

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Es zischt, es knallt und ein lautes Staunen fährt durch die Menge. So hat man die Mitternachtsstunde an Silvester und den ersten August in Erinnerung.

Das Jahr 2015 ist jedoch kein gutes für die Feuerwerk-Händler gewesen. Der heisse und trockene Sommer vermieste ihnen das Geschäft um den Nationalfeiertag.

1. August brachte Verluste

Weco Suisse ist der grösste Feuerwerks-Händler in der Schweiz. Mitinhaber Franklin Herz (42) sagt, am diesjährigen 1. August habe der Händler eine Umsatzeinbusse von 30 – 40 Prozent hinnehmen müssen. «Das war ein schwerer Verlust, den man nur sehr ungern in Kauf nimmt.»

Das Geschäft am Geburtstag der Schweiz macht normalerweise 80 Prozent des Umsatzes aus. Silvester bringt die restlichen 20 Prozent ein.

Weco-Mitinhaber Franklin Herz (42): «2015 war kein gutes Jahr» play

Weco-Mitinhaber Franklin Herz (42): «2015 war kein gutes Jahr»

ZVG

 

Silvestergeschäft nur kleiner Trost

Selbst ein gutes Silvester-Geschäft könne die Einbussen vom Sommer nicht wett machen. «Wir kommen bei guten Verkaufszahlen um den Jahreswechsel höchstens mit einem blauen Auge davon», sagt Herz.

Die Händler müssen vielleicht sogar mit zwei blauen Augen rechnen. Die lange Trockenheit führte in Teilen Graubündens nämlich zu einem absoluten Feuerverbot.

Feuerverbot in Graubünden

In St. Moritz und Silvaplana knallen dieses Jahr höchstens die Korken. Die Tourismusorte, die für ihre Gäste sonst gerne Feuerwerk-Shows bieten, haben das zünden von Feuerwerk verboten.

«Das werden wir in unseren Umsätzen spüren», sagt Herz. «Glücklicherweise sorgt aber der milde Winter dafür, dass die Leute in der restlichen Schweiz nach draussen gehen werden, um sich Feuerwerk anzusehen. Wir erwarten dort gute Verkaufszahlen.»

Existenz nicht bedroht

Die Umsatzeinbussen würden zwar spürbar sein. Personal entlassen oder um die Existenz bangen müsste Weco Suisse jedoch nicht, erklärt Herz. «Wir hoffen auf ein besseres Jahr 2016.»

Publiziert am 31.12.2015 | Aktualisiert am 01.01.2016
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8 Kommentare
  • Urs  Saladin , via Facebook 01.01.2016
    Es ist doch paradox: Da kommen die Experten und erklären, wieviel Schadstoffe und Feinstaub das abbrennen von Kerzen verursacht. Die Autofahrer werden mit CO2-Abgaben konfrontiert. Aber das abbrennen von Feuerwerk ist genauso politisch unbedenklich wie das äusserst aggressive Flugbenzin, welches ja auch von allen Abgaben befreit ist! Entweder zieht man etwas durch oder lässt es ganz bleiben. Wir in der Schweiz können wenig gegen den Schadstoffausstoss in China, USA etc. tun.
  • Roger  Stahel 01.01.2016
    Feuerwerk ist eh eine unnötige Luftverpestung,letzten 1.August musste ich die Fenster schliessen so übel wurde mir vom Schwefel und Gestank,hätte nichts gegen ein Verbot und da denke ich vor allem an die Tiere!
  • Silvia  Preisig 01.01.2016
    Ja haben wir es weit gebracht, ja keine Freude mehr für die Menschen. Tiere sind viel wichtiger, wenn es nur denen gut geht. Menschen die Rauchen gehen nach draussen, Hund dürfen im Speiselokahl bleiben. also essen wir im Hundehaus. wir sind ja nur Menschen.
    • Rolf  Hess 02.01.2016
      Falls Sie aber die GLP oder die SP wählen, sollten Sie dringend Ihre Meinung ändern. Die klären sie sonst auf, von wegen Schadstoffen und Lärmbelästigung. Wenn nicht eine Woche vor dem 1.August und dem Sylvester die Klöpferei losginge, hätten wir vielleicht auch nichts dagegen. Es ist zwar, ohne Bewilligung in anderen Zeiten verboten aber die Alten und die Unerzogenen verpuffen ihr Taschengeld trotzdem Wochen lang vorher schon.
  • Othmar  Singer 01.01.2016
    Dem Geknalle gestern nach hat der in der Schweiz lebende Bürger noch extrem viel Kohle auf dem Konto Ende Jahr.Aber sonst wird ständig gejammert,dass kein Geld mehr bleibt Ende Monat...Oder kann man die Böller evtl. auch leasen?
  • peter  schneiter 01.01.2016
    Man sollte sich mal in die Tiere versetzen! Diese Böllerei ist so etwas von sinnlos , dass man mit diesem Geld vieles anderes bewegen könnte. Hoffentlich wird das Ganze irgendwann mal verboten, so wie in Frankreich.
    • Dettinger  Jürg 01.01.2016
      Bin der gleichen Meinung so wie auch die diversen anderen User ja es ist für die Tiere eine Qual und zwar die ganze Nacht hindurch, sie verkriechen sich hinter der Waschmaschine oder hinter dem TV-Screen aber das scheint einige doch überhaupt nicht zu interessieren. Vergessen Sie bitte nicht: Die Tiere waren um einiges vor uns da und Knaller und Böller gab es damals auch noch nicht. Ich wohne in einer Neubausiedlung aber so wie das gestern wieder getönt hat war wieder wie in einem Kriegsgebiet.