Sika-Krimi: VR demonstriert Einigkeit und folgt Bill Gates

BAAR ZG - An der kommenden Generalversammlung des Baustoffkonzerns Sika stellen sich alle Verwaltungsräte zur Wiederwahl. Sie stehen allerdings nur bei einer geschlossenen Wiederwahl und der Bestätigung von Paul Hälg als Präsident zur Verfügung.

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Das teilte das Zuger Unternehmen am Montag in einem Communiqué mit. Des Weiteren lehne der Verwaltungsrat den Antrag der Schenker-Winkler Holding (SWH) auf die Wahl von Jacques Bischoff in den Verwaltungsrat ab.

Die ordentliche Generalversammlung findet am 12. April statt. Zur Wiederwahl stehen neben Verwaltungsratspräsident Paul Hälg die unabhängigen Verwaltungsräte Monika Ribar, Daniel J. Sauter, Frits van Dijk, Ulrich W. Suter und Christoph Tobler.

Wie Sika weiter mitteilt, unterstützt das Unternehmen den Antrag der Aktionärsgruppe um Bill Gates auf eine Verlängerung der Amtszeit der Sachverständigen. Demnach soll der Sachverständigen-Ausschuss bis zum Jahr 2020 im Amt bleiben.

Die Sachverständigen waren auf Begehren dieser Aktionärsgruppe an der Generalversammlung 2015 eingesetzt worden. Der Ausschuss soll das künftige Geschäftsgebaren des Verwaltungsrates und des Managements in Bezug auf die Familienholding SWH und den Konkurrenten Saint-Gobain untersuchen und regelmässig über die Ergebnisse an die Aktionäre berichten.

Hintergrund ist der seit langem schwelende Konflikt um die Kontrollmehrheit bei Sika. Der französische Konkurrent Saint-Gobain will das Aktienpaket der Familienholding kaufen und damit die Kontrolle über die Firma übernehmen. Dagegen wehren sich Minderheitsaktionäre wie die Aktionärsgruppe um Bill Gates sowie der Verwaltungsrat und das Management.

Erst am Samstag hatten die Familie Burkard und Saint-Gobain die Verkaufsvereinbarung bis Mitte 2017 verlängert. Saint-Gobain-Präsident Pierre-André de Chalendar hielt in einer Medienmitteilung fest, es sei weiterhin sein Ziel und das der Familie, die Übernahme erfolgreich abzuschliessen. Das sei für alle Beteiligten sinnvoll. Die verlängerte Vereinbarung decke den maximalen Zeitraum der gerichtlichen Auseinandersetzung der Familienholding, um ihre Eigentumsrechte wieder zu erlangen.

Die Familie Burkard teilte ihrerseits mit, sie unterstreiche ihre Einigkeit mit Saint-Gobain. Der französische Konzern sei der beste Garant für das Wachstum und die langfristigen Ziele von Sika. Urs Burkard lässt sich zitieren, die Familie habe keine Alternativen zum Verkauf an Saint-Gobain geprüft und werde das auch in Zukunft nicht tun. (SDA)

Publiziert am 14.03.2016 | Aktualisiert am 14.03.2016
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2 Kommentare
  • henry  loosli aus zunzgen
    14.03.2016
    nun die Heuschreckenmentalität ist noch nciht weg, nie was für die Firma gemacht alles geerbt und nun verschachert amn alles schreckliche Familie im Prinzip sollten die Gerichte nur eine Aktienmehrheit nach finanzieller Beteiligung bewilligen man kann nciht nichts ahben und alles bestimmen
  • Alex  Gächter aus St.Gallen
    14.03.2016
    Anstatt das Geld in irgendwelche Devisen zu verpulvern soll die Nationalbank einen Fond gründen und Unternehmen wie die Sika aufkaufen. Die Araber praktizieren das seit Jahrzehnten erfolgreich warum will man das nicht auch bei uns übernehmen.