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Wieder stellen die Amerikaner einen geständigen Steuerbetrüger an den Pranger. Diesmal ist es John McCarthy aus Malibu, der über 1 Million Dollar hinterzogen hat – mit Hilfe der UBS. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Knast.
Solche Fälle liebt Eileen C. Mayer. Sie ist die Chefin der Abteilung Kriminaluntersuchungen der US-Steuerbehörde IRS. Ihr Motto: «Wir sollten nicht vergessen: Die wirklichen Opfer von Steuerbetrug sind die ehrlichen Steuerzahler.»
Mayer kündigt an: «Die Anklage von John McCarthy ist nur die Spitze des Eisbergs.» Sie ist seit 2006 bei der IRS und arbeitete davor 19 Jahre in Washington für die Staatsanwaltschaft. Über 4400 Mitarbeiter arbeiten für die Juristin, darunter 2800 Spezial-Agenten. Die machen nichts anderes als Steuersünder jagen, quer durchs ganze Land.
Jeden einzelnen Fall setzen die Fahnder genüsslich in Szene, um weitere Steuersünder einzuschüchtern – damit sie sich selber anzeigen.
Die Chefermittlerin macht nun nochmals richtig Druck. Nur noch bis zum 23. September dürfen Betrüger bei einer Selbstanzeige auf eine mildere Strafe hoffen. Mayer: «Wer Einkommen im Ausland versteckt, muss sich nun sofort stellen. Sonst drohen harte Strafen.»
McCarthy ist bereits der fünfte amerikanische UBS-Kunde, der seine Machenschaften zugibt. Mayer und ihre Leute hatten leichtes Spiel: Sie konnten sich an die Liste mit 255 Kundendaten halten, die von der UBS bereits im Februar ausgeliefert worden ist.
Keine Frage: Mayer wird sich noch viele reiche UBS-Kunden vorknüpfen. Erst recht, wenn sie dank dem letzte Woche geschlossenen Vergleich eine neue Liste bekommt: Angeblich sind darauf nicht 255 Namen – sondern gegen 5000!