Shopping-Center-Betreiberin zieht die Reissleine Basler Stücki wird zum Kino

BASEL - Das erst 2009 eröffnete Basler Einkaufszentrum Stücki läuft nicht. Darum zieht die Betreiberin jetzt die Reissleine und ersetzt zwei Drittel der Verkaufsfläche durch Kinosäle.

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Die Wiederbelebung des Basler Shoppingcenters Stücki ist gescheitert: Eigentümerin Swiss Prime Site (SPS) greift endgültig durch. Der Entscheid der Immobiliengesellschaft lautet: Zwei Drittel der Verkaufsfläche müssen weg. Sie werden umgewandelt in einen Kinokomplex. Auch die beiden bisherigen Ankermieter Migros und Media Markt haben künftig weniger Platz.

Bereits Mitte 2014 sorgte das Stücki wegen Kundenschwund und leeren Einkaufspassagen für Schlagzeilen im BLICK: «Die Besitzerin Swiss Prime Site hält am Shoppingcenter fest. Eine Umnutzung ist kein Thema», hiess es jedoch damals.

Grund für die mangelnde Kundenauslastung: Das Rhein-Center im deutschen Weil am Rhein steht nur 1,2 Kilometer entfernt – der Einkaufstourismus stellte das Stücki vor schier unlösbare Probleme. Dabei war der Konsumtempel erst fünf Jahre zuvor für 260 Millionen Franken fertiggestellt worden.

Der Umbau zum Kino soll innerhalb von zwei Jahren in den bestehenden Gebäuden realisiert werden. Vorgesehen sind 18 Säle mit 2400 Plätzen, wie die SPS heute mitteilte.

Erlebniszentrum geplant

Das Baugesuch für das Projekt soll in den nächsten Monaten eingereicht werden, wie es bei SPS auf Anfrage hiess. Der Baubeginn ist für nächsten Herbst terminiert. Betrieben werden soll das neue Multiplex vom Kinobetreiber Arena Cinemas, der bereits in Genf, Freiburg, Zürich und Lugano über rund 50 Säle verfügt.

Mit Arena Cinemas wurde ein langjähriger Mietvertrag abgeschlossen. Im neuen Ankermieter sehen die Verantwortlichen einen wichtigen Meilenstein in der strategischen Transformation des Stücki vom reinen Einkaufs- zum Erlebniszentrum. 

100 Millionen Umbaukosten

Pläne hat SPS nicht nur für das Stücki, sondern auch für den benachbarten Sciencepark. In zwei Etappen sollen Neubauten mit weiteren Labor- und Büroräumlichkeiten erstellt werden.

Geplant ist, den Sciencepark mit Fingerdocks direkt mit dem Stücki zu verbinden und so einen Campus für Innovation, Wissen, Einkauf und Erlebnis zu schaffen. Im Geschäftsbericht 2015 hat SPS die geplanten Investitionen auf 100 Millionen Franken beziffert.

Für das Stücki sieht die Immobiliengesellschaft nach der Transformation «grosse Zukunftschancen», wie es in der Mitteilung heisst. (kst/SDA)

Publiziert am 12.01.2017 | Aktualisiert am 12.01.2017
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27 Kommentare
  • marcel  schaub 13.01.2017
    Schade wird nun im März das neue Elefantenhaus eröffnet. Sonst hätte man die Dickhäuter ja im Stücki unterbringen können :)
  • Ernst  Uebersax 13.01.2017
    Einem schlechten Geschäft noch einmal gutes Geld nach zu werfen ist dumm. Investitionen abschreiben und neue Ideen suchen. Wenn man von Anfang an normale Konsumenten über diese Projekt befragt hätte, wäre dort nie ein Einkaufszentrum entstanden. Von Studierten und sogenannten Beratern kommt nichts Schlaues.
  • Ron  Näf aus welschenrohr
    13.01.2017
    In weil am Rhein also 1,5 KM weiter als Stücki gibt es Kinos und noch billiger als in der CH, Parkplätze GRATIS, Restaurants viel viel billiger
    Preisleistung Klasse, ich nehme diese 1,5 KM gerne in Anspruch ich spare vis a vise der Schweiz mit 2 Personen ca 50 CHF. Im voraus ist das Kino Stücki Projekt bereits gescheitert.
  • Thomas  Steinmann aus Binningen
    12.01.2017
    Und keine 5-10 Gehminuten von da ist das Rheincenter in Weil mit tipmodernem Kino, viel günstigeren Preisen, gratis Parkplätzen und günstigeren Getränken, Glace und Popcorn. Das wird nix - da 100 Mio reinzustecken ist eine totale Fehlinvestition. Eher wäre Indoor-Eisfeld und Aktion angesagt.
  • Ruth  Ruchti 12.01.2017
    Das Stuecki ist ein Fass ohne Boden. War seit Anfang so und wird es immer bleiben. Schon die Lage alleine ist katastrophal. Und dann noch dieser Grundriss des Gebaeudes.....man fragt sich auf wessen Mist diese idee gewachsen ist.