Shitstorm wegen angeblichem Plus-Size-Model: Für Calvin Klein ist diese Frau dick

Calvin Klein hat für seine neue Unterwäsche-Kampagne ein kurviges Model gewählt. Das löst einen Shitstorm aus. Nutzer finden: Die Frau ist gar nicht dick.

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Myla Dalbesio ist kein gewöhnliches Unterwäsche-Model. Offiziell hat sie Kleidergrösse 40, was über dem Durchschnitt der üblichen Models liegt, die Calvin Klein für seine Unterwäsche-Kampagnen bucht.

Trotzdem hat das Label Dalbesio für die aktuelle Kampagne gebucht. Was dem Model selbst offensichtlich nicht immer behagte. Der Zeitschrift «Elle» erzählte sie: «Auch wenn ich nicht das fülligste aller Models auf dem Markt bin, bin ich doch dicker als alle anderen Models, mit denen Calvin Klein bisher gearbeitet hat. Das ist ziemlich furchterregend.»

Daraufhin brach in den sozialen Netzwerken ein Shitstorm los. Nutzer begannen, Calvin Klein wüst zu beschimpfen. «Absolut ekelhaft, dass Calvin Klein dieses Model als ‹plus size› bucht», macht da zum Beispiel eine Twitter-Nutzerin ihren Ärger Luft.

Dabei hatte die US-Firma selbst Dalbesio nie als «plus size» bezeichnet. Wohl ganz bewusst, nachdem es in letzter Zeit vermehrt Kritik in Bezug auf die Darstellung von Frauen für Mode-Firmen gegeben hatte. Auch läuft Dalbesios Bild als Teil der normalen Kampagne.

Ärger für Victoria's Secret

So änderte zum Beispiel kürzlich die Dessous-Marke Victoria's Secret ihren Werbeslogan ihrer aktuellen Kampagne, nachdem zuvor ein Shitstorm ausgebrochen war. Der alte hiess «The Perfect Body».

Eigentlich war mit «Body» ein neuer BH gemeint. Doch das Wortspiel in Zusammenhang mit den dünnen Models, die auf dem Werbeplakat zu sehen sind, sorgte für grosse Empörung. Eine Online-Petition sorgte schliesslich dafür, dass das Unternehmen einknickte und den Slogan in «A Body for Every Body» umänderte.

Die Beispiele zeigen, dass Modefirmen wohl zunehmend hinterfragen müssen, welche Models sie wie einsetzen. Die Reaktionen zeigen jedenfalls, das die Netzgemeinschaft sensibel reagiert und auch gut gemeinte Aktionen nach hinten losgehen können. (thj)

Publiziert am 13.11.2014 | Aktualisiert am 13.11.2014
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8 Kommentare
  • Silvie  Vetter , via Facebook 14.11.2014
    Ich sehe eine schöne Frau mit einer tollen Figur. Vieles sieht an einem dürren Model vielleicht gut aus, aber eine normale Frau passt nicht in Grösse 34 und Cup 70 A. Danke Calvin Klein für diese Aktion.
  • Michel  GASSER aus Meyrin
    14.11.2014
    Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Mode-Designers allgemein sollten endlich einmal Menschenverstand zeigen, was die weibliche Silhouette anbetrifft.
  • Markus  Künzli aus Aarau
    14.11.2014
    Nimmt man Untergewichtige als Models, unterstützt man den Magerwahn. Nimmt man Normalgewichtige Models, diskriminert man Übergewichtige. Logik?
    Die Frau auf dem Bild ist nicht dick, sondern kurvig. Auch schlanke Frauen können kurvig sein; dies hat nichts mit dem Gewicht zu tun, sondern mit den Brusst/Taille/Hüft-Massen. Das ist ja auch das einzige, was die Firma dazu sagt. :
  • Ewald  Rindlisbacher aus Grayland
    13.11.2014
    Diese Frau als "PLUS" zu bezeichnen grenz schon an Frechheit. Die sollte als NORM gelten !!!!
  • Koger  Ruhn aus Zürich
    13.11.2014
    Also ich lege mich lieber mit einem Kuschelbär als mit einem Salzstängeli ins Bett ...