Die Debatte endete im Chaos SF-Club: Christine Maier im Renten-Chaos

  • Publiziert: 13.05.2009, Aktualisiert: 02.01.2012
  • Von Matthias Pfander

ZÜRICH – Der «Club» debattierte gestern über das Thema Rentenkürzung. So heftig, dass der Zuschauer keine Chance hatte, mitzukommen.

Ein hoch emotionales Thema stand im Club gestern zur Debatte: Rentenkürzungen. In der Diskussion lieferten sich die Teilnehmer aber eine derart hitzige Debatte, dass der Zuschauer völlig auf der Strecke blieb.Am Schluss der Sendung sagte Diskussionsleiterin Christine Maier: «Es war eine sehr engagierte Diskussion. Ich hoffe, dass man uns folgen konnte.»Diese Hoffnung kann sie sich wohl abschminken: Selbst die Gesprächsteilnehmer konnten beim forschen Tempo nicht mithalten. Auf den Stühlen sassen:Thomas Held, Direktor Avenir SuisseHanspeter Konrad, Direktor Schweizerischer Pensions-kassenverband ASIPYves Rossier, Direktor Bundesamt für SozialversicherungenRita Schiavi, Mitglied Geschäftsleitung Gewerkschaft UniaArthur Züger, Gründungsmitglied Schweizerischer Seniorenrat, Alt-Nationalrat SPDas Heft hatte die Unia-Vertreterin Rita Schiavi in der Hand. Sie deckte die anderen Teilnehmer ohne Ende mit Argumenten ein. Am heftigsten duellierte sie sich mit Avenir-Suisse-Direktor Held.Dass die beiden sich gegenseitig immer wieder ins Wort fielen, trug auch nicht zum besseren Verständnis bei. Und Diskussionsleiterin Maier hatte keine Chance, Disziplin in die Runde zu bringen.Das ging alles zulasten des Zuschauers. Der am Schluss kaum mitbekam, wie gravierend die Pensionskassen derzeit in Schieflage sind. Was er beim Konkurs seiner Firma befürchten muss, wenn die PK gerade in einer Unterdeckung steckt. Oder wie man am System Pensionskasse grundsätzlich etwas ändern könnte.Schlagwörter wie Rentenklau und Rentenkürzung erhitzen die Gemüter. Mehr noch seit Georg Fischer letzte Woche bekanntgegeben hat, die Renten von 770 Pensionären um 6,1 Prozent zu kürzen.Immerhin hatte der «Club» gestern eine Quote von 122000 Zuschauern. Im Jahresdurchschnitt kommt er zwar auf über 190000. An einem Abend, wenn gleichzeitig die Lovebugs bei der Vorausscheidung des Eurovision Song Contest scheitern, ist es trotzdem ein beachtlicher Wert.Das Thema interessiert die Öffentlichkeit. So aufbereitet, stiftet es aber nur Verwirrung: Reaktionen auf der Webseite des Schweizer Fernsehens zeigen, dass Zuschauer entnervt wegzappten.Haben Sie gestern den «Club» geschaut? Was halten Sie davon? Ihre Meinung interessiert uns!

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