Seit 22 Monaten auf Talfahrt Umsatz der Detailhändler sinkt ungebremst

NEUENBURG - Die Umsätze im Schweizer Detailhandel sind seit Januar 2015 auf Talfahrt. Auch im vergangenen Oktober.

Seit 22 Monaten auf Talfahrt: Umsatz der Detailhändler sinkt weiter play
Discounter wie Denner setzen auf Aktionen, um Kunden bei der Stange zu halten. GAETAN BALLY

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Im Vergleich zum Vorjahr hat der Detailhandel nominal 0,9 Prozent weniger umgesetzt, wie das Bundesamt für Statistik BFS am Donnerstag mitteilte.

Gefallen sind auch die realen Detailhandelsumsätze, und zwar um 0,5 Prozent. In der realen Betrachtungsweise werden Preisveränderungen herausgerechnet.

Es zeigt sich also, dass die Konsumenten in der Schweiz weniger eingekauft haben. Die Zahlen sind kalenderbereinigt, denn nicht jeder Monat hat gleich viele Verkaufs- und Feiertage.

Vergleicht man jedoch den Oktober 2016 mit dem September, dann zeigt sich, dass die Konsumenten mehr eingekauft haben. Im Vormonatsvergleich sind die Detailhandelsumsätze saisonbereinigt real um 1,2 Prozent gestiegen. Zudem haben die Preise angezogen, denn auch nominal sind sie um 1,3 Prozent gestiegen.

Benzin teurer, Nahrungsmittel billiger

Dieses Plus ist vor allem dem Nicht-Nahrungmittelsektor zu verdanken. Ohne Tankstellen registrierte dieser Bereich im Oktober verglichen mit September ein nominales Plus von 2,5 Prozent und real einen Zuwachs von 2,8 Prozent.

Bei den Nahrungsmitteln (mit Getränken und Tabakwaren) resultierte hingegen nominal ein Umsatzrückgang von 0,1 Prozent und real ein Minus von 0,4 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr jedoch zeigt sich unbereinigt bei allen Warengruppen ein Rückgang: Die Umsätze mit Nahrungsmitteln nahmen nominal um 2,8 Prozent ab (real –3,3%), die mit Bekleidung und Schuhen um 2,2 Prozent (real –2,3%) und die übrigen Warengruppen ohne Treibstoff gar um 5,0 Prozent (real –3,7%).

Kleinere Händler leiden besonders

Es zeigt sich zudem, dass kleine Detailhändler mit weniger als 15 Vollzeitstellen weit stärkere Umsatzrückgänge zu verbuchen hatten als grössere mit mehr als 45 Vollzeitstellen. Während im Vergleich zum Vorjahr unbereinigt die Detailhandelsumsätze insgesamt um nominal 3,6 Prozent gesunken sind, verbuchten kleine Händler ein Minus von 6,4 Prozent und grosse einen Rückgang von 2,8 Prozent. (SDA)

Publiziert am 01.12.2016 | Aktualisiert am 01.12.2016
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11 Kommentare
  • Adrian  Züger 02.12.2016
    Warten wir ab bis das von Bundesrat Berset befohlene Lebensmittelgesetz kommt dann geht die Talfahrt weiter weil die Preise erhöht werden müssen
  • Zane  Snozzi aus Rothrist
    02.12.2016
    ..mehr zahlen, weniger lohn gleich weniger geld zum ausgeben.. so einfach..
  • peter  schneiter 01.12.2016
    Überrascht mich gar nicht und jedesmal die gleiche Jammerei. Wacht auf in Bern und bewegt euch in Sachen Paralellimport. Aber eben die Lobbyisten sind viel zu stark. Nimmt mich wunder, wie das in ein paar Jahren aussieht. Vermutlich kennen unsere Generation dann nur noch Migros, COOP, und die dazugehörenden Gruppen, alles andere verschwindet.
  • Istvan  Gorowich aus Switz
    01.12.2016
    Hat nicht die Migros eben ihren Angestellten den Lohn erhöht? Eben, so schlimm kann es also nicht stehen um den Detailhandel.
  • Fritz  Blasimann 01.12.2016
    da wird von seiten Politik alles unternommen, dass mehr Leute auf den Zug umsteigen, dass Autos weniger Treibstoffe verbrauchen, Elektroautos werden vorangetrieben usw... und jetzt oh welch ein Wunder, sind die Treibstoffverkäufe um 5 Prozent zurück gegangen. Schon klar dass in unserem Bundesbern die Gebildeten so etwas nicht kommen sehen konnten. In was für einer geistig beschränkten Welt leben wir eigentlich?