Libor-Affäre Schwere Vorwürfe gegen die UBS

Die UBS steht als Hauptverdächtige in der Libor-Affäre unter Beschuss.

  • Publiziert: 28.07.2012
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Die UBS steht im Verdacht der Zinsmanipulation

(Keystone)

Im Zentrum der Ermittlungen um Zinsmanipulationen stehen offenbar Händler von drei europäischen Grossbanken, wie aus Dokumenten, die die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte, hervorgeht. Neben Barclays spielten offenbar die Royal Bank of Scotland und die UBS eine zentrale Rolle.

Bislang konzentrierte sich die Aufmerksamkeit hauptsächlich auf die britische Barclays, die als erstes Geldhaus ein Fehlverhalten einräumte. Mit den Aufsichtsbehörden aus Grossbritannien und den USA einigte sich die Bank auf eine Strafzahlung von knapp einer halben Milliarde Dollar.

Die drei Institute beschäftigten mehr als ein Dutzend Händler, die Referenz-Zinssätze in Dollar, Euro oder Yen beeinflussen wollten. Da einige dieser Händler für mehrere in den Skandal involvierte Banken gearbeitet haben, entstand offenbar ein Netzwerk, mit dem sich die Manipulationen mit jedem Arbeitsplatzwechsel weiter manifestierten.

Einer dieser Händler arbeitete beispielsweise von März 2006 bis Oktober 2009 bei Barclays. Derzeit hat er eine ähnliche Position bei UBS in den USA inne. Und zwei Händler bei der Royal Bank of Scotland sollen einem UBS-Kollegen bei der Manipulation des Zinssatzes Libor in Yen geholfen haben.

Kein Kommentar von den Banken

Keiner der in den Papieren genannten Händler war für eine Stellungnahme zu erreichen. Auch die Banken wollten sich nicht dazu äussern. Die UBS wolle sich weiterhin nicht zu dieser Angelegenheit äussern, sagte Peter Hartmeier, Leiter der Unternehmenskommunikation, am Samstag der Nachrichtenagentur SDA.

Bei den Ermittlungen geht es um den internationalen Referenz- Zinssatz Libor, den insgesamt mehr als ein Dutzend Banken in den Jahren 2005 bis 2009 zu ihrem eigenen Vorteil manipuliert haben sollen.

Der Referenzsatz wird einmal täglich in London in verschiedenen Währungen ermittelt und liegt quasi allen Finanztransaktionen am Markt zugrunde. Der Satz beruht auf den von den Banken gemeldeten Refinanzierungskosten.

Händler-Ringe oder Banken-Führungsebene

Rund um den Globus gehen Regulierer derzeit der Frage nach, ob einzelne Händler-Ringe hinter den Tricksereien stehen oder ob die Führungsebene in den jeweiligen Banken in die Vorgänge eingeweiht war.

Zu den Dokumenten, die Reuters einsehen konnte, gehörten Gerichtsunterlagen der kanadischen Regulierungsbehörden, Unterlagen zum Vergleich von Barclays mit dem Justizministerium und Aufsichtsbehörden in den USA und Grossbritannien sowie eine Privatklage eines früheren Angestellten der Royal Bank of Scotland in Singapur.

Anfang der Woche verlautete aus Justizkreisen, dass Ermittler in Europa und den USA vor den ersten Festnahmen von Händlern stehen. Die Anklagen würden vorbereitet. (SDA)

Beliebteste Kommentare

  • Peter  Meier , via Facebook
    solche mafiose Geschäfte ist wohl der Dank, dass man die UBS gerettet hat. Gelernt habe die wohl nichts, aber das kann man von solchen Mafiosi auch nicht erwarten. Das sind doch wirklich Verbrecher. Aber man sieht in Bern wieder zu, verniedlich alles und weiter gehts im selben Stil....eine Schande für die Schweiz. Und für solche Schweinereien bekommen die noch Bonis. Die Verantwortlichen gehören allesamt hinter Gitter...
  • Edi  Rey , Romanshorn
    Wenn irgendwo ein mieses Bankengeschäft auffliegt, sind Schweizer Banken nicht weit. Beschämend.

Alle Kommentare (7)

  • Peter  Meier , via Facebook
    solche mafiose Geschäfte ist wohl der Dank, dass man die UBS gerettet hat. Gelernt habe die wohl nichts, aber das kann man von solchen Mafiosi auch nicht erwarten. Das sind doch wirklich Verbrecher. Aber man sieht in Bern wieder zu, verniedlich alles und weiter gehts im selben Stil....eine Schande für die Schweiz. Und für solche Schweinereien bekommen die noch Bonis. Die Verantwortlichen gehören allesamt hinter Gitter...
  • rolf  sulzer
    ein vermutlich weiterer beweis dafür, dass die ubs ihre "existenz" nur damit rechtfertigen kann, indem sie nach wie vor unredliche geschäfte tätigen muss - herr ermotti, treten sie bitte jetzt auch ab, wie ihre vorgänger.
  • Rocco  Martignoni
    Sechzig Prozent der Höhere Bank Angestellte sind Mafiosos und gehören hinter Gitter .Aber erstens sofort diese Bank Manager.
  • Fred  Bartlome
    Dieses Pack muss vor den Richter und falls schuldig, weggesperrt werden. Zu viele Baenker sind in den letzten Jahren fuer ihre verwerflichen Taten ungeschoren weggekommen. Nur mit drastischen Strafen kann diesem Treiben ein Ende gesetzt werden. Hoffentlich begreifen unsere Behoerden, dass wir als normale Buerger die Nase voll haben von diesen ungalublichen Mauschel-, Dieber- und Klungeleien.
  • Edi  Rey , Romanshorn
    Wenn irgendwo ein mieses Bankengeschäft auffliegt, sind Schweizer Banken nicht weit. Beschämend.
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