Schweizer sind unzufrieden mit dem Job Jeder Vierte ist auf dem Absprung

BASEL - In Sachen Treue zum Arbeitgeber nehmen es die Schweizer nicht so genau. Eine Studie zeigt: In gewissen Berufsgruppen sind über 40 Prozent heimlich auf Jobsuche.

Freude am Job sieht anders aus: In der Schweiz schauen sich 26 Prozent der Angestellten nach einem neuen Arbeitgeber um. play
Freude am Job sieht anders aus: In der Schweiz schauen sich 26 Prozent der Angestellten nach einem neuen Arbeitgeber um. Getty Images

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Die Schweizer und ihr Job: Das ist in vielen Fällen mehr langweilige Zweckbeziehung denn flammende Liebe. Jeder vierte Schweizer Arbeitnehmer bewirbt sich gerade bei einer anderen Firma. Das geht aus dem neuen Workforce Happiness Index des Beratungsunternehmens Universum hervor.

26 Prozent der Befragten sind aktiv auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Elf Prozent bewerben sich intern um einen neuen Job. Fast jeder Vierte will möglichst schnell weg und möchte in den nächsten sechs Monaten eine neue Stelle. 13 Prozent wollen immerhin noch ein Jahr am alten Arbeitsplatz ausharren.

Informatiker sind die Treuesten

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Berufsgruppen sind gross. So sind laut der Universum-Umfrage 42 Prozent der Betriebswirtschaftler auf dem Absprung. Bei den Informatikern sind es nur 20 Prozent. In erster Linie erhoffen sich die Wechselwilligen beim neuen Arbeitgeber einen höheren Lohn oder bessere Aufstiegsmöglichkeiten.

Immerhin: Weltweit gesehen sind die Schweizer zufrieden mit ihrem Job. Sie belegen den 12. Platz der glücklichsten Angestellten. Angeführt wird das Ranking von Dänemark und Norwegen. Deutschland liegt knapp vor der Schweiz (Platz 11). Franzosen (Rang 16) und Spanier (Platz 18) sind deutlich unzufriedener als Schweizer Angestellte.

Für die Studie hat Universal die Zufriedenheit von weltweit über 200’000 Arbeitnehmern bis 40 Jahre untersucht. Sie verfügen über einen Studienabschluss und zwischen einem und acht Jahren Berufserfahrung. (pbe)

Publiziert am 19.12.2016 | Aktualisiert am 19.12.2016
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9 Kommentare
  • Monika  Müller 19.12.2016
    Solange es ausschliesslich darum geht, dass einige wenige reich werden und der Rest als Sklaven gehalten wird, um dieses Ziel zu erreichen, muss sich niemand wundern.
  • Bruno  Waldvogel aus Interlaken
    19.12.2016
    Und wieder mal mehr eine NICHTSAUSSAGENDE Studie.
    Werte Redaktoren:Verschont uns im kommenden Jahr mit solchem Schrott.
    Die Arbeit liegt ja auf der Strasse bereit.
    Und welcher Schweizer reinigt zum Beispiel ab 5 Uhr morgens Pausenräume,Toiletten etc?
    Wäre mal eine Umfrage bei denjenigen wert,die innerlich gekündigt haben
    • Daniel  Roth 19.12.2016
      Die Arbeit liegt auf der Strasse bereit? Stimmt überhaupt nicht. Kenne genügend Leute, die wegen Nichtigkeiten (Wohnort, Alter, Handicap, Familie usw.) keine Jobs irgendeiner Art kriegen. Es gibt sogar viele Familien, deren beide Partner Absagen ohne Ende kriegen. Und etliche Arbeitgeber gehen auch nicht gerade fair mit ihrem Personal oder mit Bewerbern um. Und dass 40 Prozent aller Arbeitnehmer sich mit einem Stellenwechsel befassen, wirft kein gutes Licht auf unsere Firmen.
  • Karen  Mind 19.12.2016
    Da werden immer mehr Mitarbeiter abgebaut und die restliche Arbeit auf die übrigen verteilt. Da bleibt keine Zeit mehr zum Lachen und Fröhlichsein. Und wer wegen totaler Ueberarbeitung krank wird, darf dann gehen, weil er den Anforderungen nicht gewachsen ist. Ersetzt wird er zu 2 Junge, die zusammen das gleiche Kosten.
  • Niels  Huggli aus Zug
    19.12.2016
    Wie zufrieden kann man sein, wenn das Leben vom Einkommen aus Arbeit abhängt und man auf der Arbeit Dinge tun muss, die man nie machen würde. Wir haben die Sklaverei abgeschafft, aber Lohnabhängigkeit ist auch schlimm.
  • Hansruedi  Alder aus Therwil
    19.12.2016
    Alle wollen nur Zahltag und Ferien nur nicht arbeiten.

    • Ernst  Rietmann aus Weinfelden
      19.12.2016
      Herr Alder, das stimmt leider nicht ganz. Wenn Sie sehen, wie viele Angestellte innerlich gekündigt haben, weil sie nur noch als Nummern betrachtet und nicht Wert geschätzt werden, ist es dramatisch. Dazu kommt die seit Jahren bestehende Tendenz, dass bei normalen Angestellten der Lohn gekürzt wird oder aus Fehlentscheiden Entlassungen folgen. Das Management hat dagegen häufig höhere Löhne. Abber natürlich gibt es auch die Fälle, die Sie erwähnen.