Schweizer Mittelstand steht im Vergleich gut da Wenig Nährboden für Populisten

Der Mittelstand auf der ganzen Welt ist verunsichert. Ein gefundenes Fressen für Populisten. Allerdings ist das Bild in der Schweiz anders.

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Nein, wahrscheinlich wird Donald Trump (70) nicht US-Präsident. Doch sein überraschender Aufstieg zeigt: Populisten haben Aufwind – nicht nur in den USA: Marine Le Pen (48) vom rechtsextremen Front National argumentiert in Frankreich ähnlich wie der Rüpel aus den Vereinigten Staaten. Beide wollen weniger Freihandel und mehr Protektionismus. Unterstützung gibts von verunsicherten Mittelständlern. Von denen sehen sich viele als Verlierer der Globalisierung.

UBS-Ökonomen sehen für diese Entwicklung vor allem zwei Gründe: Einerseits die Tatsache, dass in den letzten 30 Jahren Arbeit und Kapital mobiler geworden seien. Was dazu führe, dass Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Tieflohnländer ausgelagert würden.

Andererseits stagnierten die Einkommen des Mittelstandes in vielen westlichen Industriestaaten seit fast drei Jahrzehnten. 

Mittelstand nicht abgehängt

In der Schweiz zeigt sich ein anderes Bild. Denn im Gegensatz zu den grossen Industrieländern werde hier der Mittelstand wirtschaftlich nicht abgehängt, schreiben die Ökonomen der UBS.

Grund dafür ist unter anderem die geringe Teuerung. Diese hat dazu geführt, dass der Anteil der Einkommen am Bruttoinlandsprodukt stetig gestiegen ist. Zudem sind seit 2008 die tiefsten Löhne prozentual am stärksten angestiegen.

Ein weiterer Grund ist das duale Bildungssystem. Es biete auch Arbeitnehmern mit unterdurchschnittlichen Fähigkeiten eine hochstehende Ausbildung und damit höhere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, loben die Ökonomen.

Doch die UBS sieht nicht alles rosig. Zwar sinke mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit, arbeitslos zu werden – allerdings sinke auch die Chance für ältere Arbeitslose, einen Job zu finden. Hier eignen sich Massnahmen zur Förderung der Fort- und Weiterbildung älterer Arbeitnehmer und Anpassungen bei den Sozialausgaben, schreibt die Grossbank. (bam)

Publiziert am 08.11.2016 | Aktualisiert am 18.11.2016
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6 Kommentare
  • Rolf  Gerber aus Zürich
    09.11.2016
    Immer schön weiter relativieren und die Augen verschliessen. Das ist das Motto der Mitte und begünstigt genau den Aufstieg von Populisten. Das sind nämlich keine Götter die vollkommen zufriedene Bürger beeinflussen können.
  • Domenico  Gravino 09.11.2016
    Jetzt haben sogar die Akademiker und Experten eins auf die Kappe erhalten, nicht berücksichtigt sowie vernachlässigt wurde vor allem was den Mittelstand so plagt in den US. Unser Mittelstand ist sich seit 1990 einiges gewohnt "leider", wird generell immer noch gemolken und "mehr" ausgenommen dass es die Balken biegt! Wir sollten politisch wirklich über die Bücher, sonst haben in kurzer Zeit Neuankömmlinge mehr Rechte als Schweizer und Residente, das darf nicht sein, EU wir bleiben Souverän!
  • thomas  brunner aus Bönigen
    09.11.2016
    Aha ... die Ökonomen der UBS. Werten Ihre Studien sicher mit den Daten des Bundesamt für Statistik aus. Welche dort Vorrechnen, das eine Schweizer Durchschnittsfamilie mit zwei Kindern einen Betrag von 130000 CHF im Monat zur Verfügung hat.
  • .  Nils aus Buchs
    08.11.2016
    "Allerdings ist das Bild in der Schweiz anders". Wie erklärt sie sich, dass die Schweiz genau so eine Partei als stärkste Partei hat? So stark , dass andere Rechts-Populisten im Ausland genau dies beneiden. Schon verrückt, wie man das eigene Problem so verharmlost, während diese Partei mit ihrem Program und Plakaten den anderen im Ausland als Vorbild und Vorlage dient und hier nicht einmal verboten wird.
    • Fritz  Frigorr 09.11.2016
      Tja, da bin ich Ihrer Meinung. Denn diese angebliche Volchspartei zählt doch genau zu den rechten Populisten.
  • Artur  Nuttli , via Facebook 08.11.2016
    Könnt ihr mir sagen weshalb Trump ein Populist ist? Weil dann wird Clinton auch eine sein! Und demnach ist es auch die UBS, weil zu diesem Thema mehrer Ansichtspunkte und Nenner gibt. Witzig ist, das die UBS ein Wahlkampfspender von Clinton ist. Und mit dem letzten Satz kann ich auch zum Populisten abgestempelt werden, weil diese Nachricht nur 10 Prozent nachgelesen haben. Ein Faktum das die Minderheit aufgreift, kann bereits als Populismus abgestempelt werden, obwohl es so geschehen ist.