Schweizer Detailhändler zu Amazon Go «Ein Laden ohne Kasse ist für uns keine Option»

Der US-Technologiekonzern Amazon hat einen neuartigen Laden ohne Kasse eröffnet. Bezahlt wird automatisch. Ein Modell für Schweizer Detailhändler? BLICK hat nachgefragt.

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Amazon stellt den Detailhandel auf den Kopf. Heute präsentierte das Online-Versandhaus mit Amazon Go in den USA einen Laden, der ganz ohne Kassen auskommt. Wer einkauft, muss die Ware einfach nur in den Sack stecken. Abgerechnet wird automatisch beim Verlassen der Filiale.

Verkaufspersonal an der Kasse wird damit überflüssig. BLICK hat bei den Schweizer Grossverteilern nachgefragt, ob dieses Modell auch hier eingeführt werden könnte. 

Die Migros findet für das Amazon-Konzept klare Worte. «Nein, ein Laden ohne Kasse ist für uns keine Option», sagt Sprecher Luzi Weber. «Kunden, welche den persönlichen Kontakt mit einer Kassiererin bevorzugen, sollen auch in Zukunft diese Möglichkeit haben.» 

Self-Scanning ist umständlicher

Weber verweist zudem auf das Subito-System, mit dessen Hilfe Kunden bereits jetzt die Ware selbständig einscannen können. Verglichen mit Amazon Go ist das aber deutlich umständlicher.

Auch bei Coop ist das Amazon-System aktuell kein Thema. «Wir haben derzeit nicht geplant, diese Technologie einzuführen», sagt Sprecher Ramón Gander. Allerdings behält sich die Basler Detailhändlerin die Optionen offen. «Wir beobachten die Entwicklungen sehr genau und prüfen laufend spannende Innovationen.»

Momentan sieht es also nicht danach aus, dass die neuste US-Idee gleich zu uns rüberschwappt. Zumal Amazon erst zeigen muss, dass das System auch wirklich funktioniert. Die futuristische Amazon-Filiale befindet sich noch in der Testphase. Erst Anfang 2017 öffnet sie die Pforten für die Öffentlichkeit.

Publiziert am 06.12.2016 | Aktualisiert am 28.12.2016
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7 Kommentare
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    06.12.2016
    Ich bezahle lieber cash an der Kasse und bleibe anonym. Sonst wissen die immer genau wann ich was einkaufe und verkaufen die Daten und plötzlich bekomm ich genau auf mich zugemünste Werbung in den Briefkasten übers Internet, Telefonanrufe und Vertreter und alle wissen alles über mich.
  • Hans  Poller 06.12.2016
    Das ist klar dass dies JETZT noch keine Option ist. In wenigen Jahren wird das jedoch eine alltägliche Option sein- auch in der Schweiz!
  • Beat  Haueter 06.12.2016
    Bis jetzt hat die Schweiz noch immer das gemacht, was die Amis durchführten....
  • René  Widmer aus Ersigen
    06.12.2016
    Die Migros wird ihren Plan sicher schon bald ändern.... In ein paar Jahren werden Kassen die Ausnahme sein. Bereits heute werden in einigen Migros weniger Kassen bedient als es Automaten für Selberzahlen hat. Und ganz sicher wird sich das Amazon Konzept durchsetzen. Ist auch sehr praktisch und einfach.
  • Pollner  Josef 06.12.2016
    Und was ist mit den Rentnern die kein Smartphone haben. Was ist mit dieser Kundschaft die nicht will, dass man ihre Einkäufe registriert. Es geht niemand was an, wann, wo und was ich einkaufe. Habe auch die Cumulus und Supercard nicht.
    • Alex  Grendelmeier aus Aarburg
      06.12.2016
      Sobald das Bargeld durch den Staat abgeschafft ist, wird der Rechnungsbetrag zudem automatisch vom Bankkonto abgezogen. Dann braucht es zur Überwachung der Kundschaft auch keine Cumulus und Supercard etc. mehr.