Schweizer Börse fängt sich

  • Publiziert: 30.09.2008, Aktualisiert: 02.01.2012

ZÜRICH – Die Schweizer Börse hat heute im frühen Geschäft als Folge des gescheiterten Rettungspakets der US-Regierung die Talfahrt fortgesetzt. Mittlerweile hat sich der Kurs erholt.

Das Scheitern des 700 Mrd. Dollar schweren Pakets (Blick.ch berichtete) hatte die Marktteilnehmer in den USA überrascht und an den Börsen für einen Kurssturz von rund sieben Prozent gesorgt. Da die Schweiz am Vortag bereits gegen fünf Prozent eingebüsst hatte, falle der Kursrückgang insgesamt nicht gar so dramatisch aus.

Der SMI notierte nach rund 30 Minuten um 1,5 Prozent tiefer mit 6400 Punkten. Bei 6343,43 markierte der SMI den tiefsten Stand seit Juli 2005. Der breite SPI verlor 1,7 Prozent auf 5352 Zähler.

Mittlerweile hat sich die Schweizer Börse etwas erholt.

Asien hat sich gut geschlagen

Einen Hoffnungsschimmer orteten die Marktteilnehmer darin, dass die weltweit gehandelten US-Aktien-Futures eine leichte Erholung indizierten. «Zudem hat Asien sich noch relativ gut geschlagen.»

Das Scheitern des US-Pakets nage weiter am Vertrauen der Banken untereinander, das für eine Stabilisierung des Marktes notwendig wäre. Auch wenn es am Donnerstag zu einem neuen Paket kommen dürfte, so dürfte dies nicht mehr den gleichen positiven Effekt haben, wie dies das gescheiterte Paket gehabt hätte, hiess es.

UBS-Titel verlieren um 6 Prozent

Wie erwartet reagierten die Aktien der Banken mit den grössten Einbussen. So sackten die Titel von UBS um rund sechs Prozent ab. Julius Bär verloren gar sieben Prozent und Credit Suisse gaben um 3,5 Prozent nach.

Bei den Versicherungen wurden Baloise und Swiss Re um drei Prozent tiefer gehandelt. Erneut hielten sich Zurich mit einem Abschlag von zwei Prozent etwas besser. Vergleichsweise gut hielten sich die defensiven Nestlé, Novartis und Roche, die deutlich unter einem Prozent verloren. (SDA)

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