Schwarzer Montag zum Jahresstart China reisst Europas Börsen in den Abgrund

Schon wieder China! Nach dem Börsensturz vom letzten Sommer richten schlechte Prognosen für die chinesische Wirtschaft erneut grossen Schaden an.

Das haben sich die Börsenhändler wohl anders vorgestellt: Am ersten Handelstag im neuen Jahr rauschen die Kurse rund um den Globus in die Tiefe (Archiv). play
Das haben sich die Börsenhändler wohl anders vorgestellt: Am ersten Handelstag im neuen Jahr rauschen die Kurse rund um den Globus in die Tiefe (Archiv). KEYSTONE/EPA/JUSTIN LANE

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Wirtschaft

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Die Börsen weltweit sind mit herben Verlusten ins neue Jahr gestartet. Auch die Börse in Zürich kann sich dem Negativtrend nicht entziehen. Auslöser war ein Kurssturz in China nach überraschend schwachen Zahlen zur Industrieproduktion. Das erinnert an Chinas Börsensturz vom Juli 2015.

Die am Neujahrstag veröffentlichten Daten zum Monat Dezember zeigten einen beschleunigten Rückgang der Industrieproduktion in China an. Die Produktion schrumpfte damit bereits den zehnten Monat in Folge. Damit wurde die Furcht vor einer immer stärker abflauenden Konjunktur der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft genährt.

Hinzu komme die Unsicherheit über die politische Entwicklung in Nahost angesichts des eskalierenden Streits zwischen Saudi-Arabien und dem Iran, hiess es im Handel. Der Ölpreis ist in der Folge leicht angestiegen.

Zum Handelsstart heute Morgen reagierten die Börsen in China mit massiven Kursverlusten von rund 7 Prozent. Daraufhin wurde der Handel ausgesetzt. In Tokio verlor der Nikkei-Index rund drei Prozent.

In Europa reagierte der deutsche Leitindex Dax am heftigsten auf die negativen Vorgaben. Bis 10 Uhr verlor er mehr als 3 Prozent. Im Vergleich dazu kam der Swiss Market Index (SMI) bis 11 Uhr mit Verlusten von rund 2 Prozent noch relativ glimpflich davon.

Dennoch: Alle 20 Titel des SMI notierten bis 11 Uhr klar im Minus. Die grössten Verluste verbuchten die Luxusgüterhersteller Swatch und Richemont. Deren Aktien tauchten um rund 4,5 respektive 3,6 Prozent.

Die Titel leiden unter der ausgeprägten Wachstumsschwäche in China. Das Land ist die mit Abstand wichtigste Exportdestination der hiesigen Uhrenindustrie.

Auch zyklische Papiere wurden am Montagvormittag verkauft, allen voran jene des Zementriesen LafargeHolcim mit einem Abschlag von mehr als 3 Prozent. Auch die ABB-Aktie verliert 2,5 Prozent. (SDA/alp)

Publiziert am 04.01.2016 | Aktualisiert am 04.01.2016
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