Schwarmfinanzierung statt Steuergelder Bettel-Aktion für Aargauer Brücke

LENZBURG AG - Die beiden Aargauer Gemeinden Veltheim und Holderbank werden durch eine Brücke verbunden. Sie muss saniert werden. Die Finanzierung ist sehr kreativ: Die Bevölkerung soll zahlen.

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Die Brücke zwischen Veltheim und Holderbank AG soll mittels Crowdfunding saniert werden. Zvg

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Normalerweise finanzieren Gemeinden ihre Bauprojekte mit Steuergeldern. Im Aargau geht man nun neue Wege: Der Gemeindeverband Lebensraum Lenzburg Seetal (LLS) lanciert heute die Crowdfunding-Plattform ideenkicker.ch.

Darauf wird erstmals ein Infrastruktur-Projekt der öffentlichen Hand zur Schwarmfinanzierung ausgeschrieben. Konkret geht es um eine Fussgänger-Brücke, die die beiden Aargauer Gemeinden Holderbank und Veltheim verbindet. Diese müsste saniert werden und ist derzeit geschlossen, aus Sicherheitsgründen.

Es geht um 20'000 Franken

Für die Renovation fehlt den Gemeinden aber das Geld. «Dank dem Crowdfunding können wir das Geld zusammenbringen», sagt LLS-Geschäftsführer Jörg Kyburz (54) zu BLICK.

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Insgesamt wollen die Gemeinden so 20'000 Franken einsammeln. Für den Rest des Sanierungsbudgets in der Höhe von rund 90'000 Franken kommen die beiden Gemeinden und ansässige Unternehmen auf – die Brücke wird auch von einer Zementfabrik verwendet. «Ich bin überzeugt, dass wir den betrag zusammenbringen. Das Bedürfnis für die Brücke ist in der Bevölkerung gross genug», so Kyburz.

Die Gemeinden wollen mit ihrer Crowdfunding-Plattform künftig diverse Projekte aus der Bevölkerung unterstützen.

Publiziert am 24.10.2016 | Aktualisiert am 24.10.2016
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9 Kommentare
  • Hanruedi  Husner aus Scheuren
    24.10.2016
    Zu Zeit ist die Brücke für Fussgänger gesperrt! Ich gehe davon aus, dass nicht die Traglast der Brücke das Problem ist ,sonder morsche Holzbalken vom Gehweg. Demzufolge wäre es nicht die schlechteste Lösung wenn via einem "Brückenfest" das restliche Geld für den Gehweg zusammenkommt. Ein Fest macht immer Spass, warum nicht das
  • peter  Schaad 24.10.2016
    Da die Brücke offenbar auch industriell genutzt wird, ist es richtig, dass sich die entsprechende Gesellschaft massgeblich daran beteiligt. Der Restbetrag ist aber von Staatskasse zu zahlen. Sammelaktionen sind gut für Anliegen, die keinen Anspruch von der Allgemeinheit haben. Hier ist es aber eine öffentliche Brücke, für was wir Steuern zahlen. Irgendwann zahlen wir steuern, ohne, dass wir einen Gegenwert davon haben..
  • Markus  Herger aus Root
    24.10.2016
    Fast gut gemacht - aber nur fast. Der Staat soll doch die Schweizer mit ihrem privaten Geld an Infrastruktur Investitionen teilhaben lassen. Nicht als Spende sondern als Investition. Das viele Geld in den Märkten könnte sehr gut - und rentabel - in Infrastruktur investiert werden. Warum soll die Crowd nicht ein Autobahn- oder Bahngleis Abschnitt finanzieren. Für den Gebrauch muss bezahlt werden, die Rendite geht an die Investoren zurück. Marode Länder Europas könnten so Ihre Infra aufwerten.
  • Wüthrich  Robert , via Facebook 24.10.2016
    Wenn ich mir den Standort der Brücke anschaue, zweifle ich am «grossen Bedürfnis», wenigstens wenn es um den täglichen Gebrauch geht. Die Brücke wird bei Spaziergängern beliebt sein, und wohl auch nur von diesen benutzt. Der Hauptzweck der Brücke ist aber der Materialtransport von der Kiesgrube ins Werk. So gesehen sind es sicher nicht die Gemeinden welche die Zusatzkosten unbedingt übernehmen müssen.
  • Claudio  Camenzind aus Kilchberg
    24.10.2016
    Ich finde die Lösung sehr kreativ. Blick ist wirklich zu einem Kummerkasten geworden... Ich würde behaupten das Othmar, Aron und Arthur über 40 Jahre alt sind...
    • HP  Meyer 24.10.2016
      Ich bin jetzt 55 Jahre alt ... und finde die Idee ebenfalls sehr kreativ. Hoffentlich passe ich noch in Ihr Weltbild ;-)