Schulbeginn erst um 9 Uhr Dank SBB dürfen Studenten länger schlafen

LUZERN - Die SBB wollen die Pendlerspitzen am Morgen und am Abend brechen. Die Hochschule Luzern passt deshalb nun ihre Vorlesungszeiten an.

SBB-Pilotprojekt mit Hochschule Luzern: Studienbeginn erst um 9 Uhr play
Künftig kommt er ausgeschlafen zu den Vorlesungen: Ein erschöpfter Student gönnt sich ein Nickerchen. Getty Images

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Berufspendler können ein Lied davon singen: Zu den Spitzenzeiten am Morgen und am Abend sind die Züge voll besetzt, Sitzplätze ein begehrtes Gut. 57 Prozent der Kunden reisen während der Hauptverkehrszeiten. Die SBB versuchen seit Jahren, diese sogenannten Pendlerspitzen zu brechen.

Heute nun haben die SBB eine bahnbrechende Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern bekannt gegeben. Die Vorlesungen des neu gegründeten Departements Informatik auf dem Campus Zug-Rotkreuz beginnen neu erst um 9 Uhr morgens. Und enden nicht alle auf einen Chlapf. Sondern gestaffelt um 11.25, 15.20, 18 oder 20.55 Uhr. 600 Studenten sind von den Neuerungen betroffen.

Mehr Zeit zum Lernen

René Hüsler (52), Direktor des Departements Informatik der Hochschule Luzern, ist begeistert vom Projekt. «Den Studenten stehen so mehr Sitzplätze zur Verfügung, sie können in Ruhe lernen oder sich auf Vorlesungen vorbereiten», sagt er.

Auch für die SBB hat die neue Vorlesungsplanung nur Vorteile. «Während der Hauptverkehrszeiten ist die intensiv genutzte Strecke Luzern–Zug–Zürich weniger stark ausgelastet», sagt Michael Berchtold (48), Leiter SBB Personenverkehr Region Mitte.

18’500 Studenten weniger

2014 waren rund 194’000 Studenten an den zehn grössten Schweizer Hochschulen eingeschrieben. «Eine Studie hat gezeigt, dass gestaffelte Vorlesungszeiten durchaus einen Effekt auf die Pendlerspitzen haben: Rund 18’500 Studenten – also 16 Prozent – könnten so ausserhalb der Hauptverkehrszeit am Morgen zwischen sieben und acht Uhr reisen», schreiben die SBB.

Publiziert am 07.11.2016 | Aktualisiert am 13.11.2016
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5 Kommentare
  • Danusha  Kuchtová , via Facebook 08.11.2016
    9.00 für studenten ist doch absolut in ordnung. ausserdem wird niemandem was weggenommen (resp. etwas bringen), erst 30mins und dann irgendwann 180mins früher loszugehen.
    weil stundenplan.

    die idee kommt nur von der falschen front und beinhaltet niiix neues seit vorschlägen von vor rund 5 jahren.

    (bin schon länger keine stundetin mehr, aber genervt sein kann ich noch immer.)
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    07.11.2016
    Wir werden in einem Jahr die Statistiken wieder Vergleichen können.....wer wird wohl der nächste "Langpenner" sein....?
  • rolf  sulzer 07.11.2016
    wie absurd es ist, zu verlangen, dass jene die mit ihren Autos zu Arbeit fahren, auf die ÖV umzusteigen, und auf der anderen Seite die nicht mehr zu stemmende und fehlenden Kapazitäten, durch den Aufruf an eine Gruppe von Menschen, d.h. sie zu zwingen künftig zu einer anderen Zeit als die Andere, das ÖV zu benutzen. ÖV-Motto, jeder es sich erlaubt, vom Auto ins ÖV umzusteigen ist einer zu viel!
    • .  Nils aus Buchs
      07.11.2016
      Wieso so viele nichtzustimmende Kommentare? Diese Bemerkung wäre doch gerechtfertigt, obwohl es hier nicht direkt um dieses Thema geht. Herr Sulzer, hier bringt eine Schule eine doch gute Lösung oder Versuch es zu lösen. Es steht nirgends, dass jemand verlangt, dass noch mehr Leute umsteigen, es ist offensichtlich, dass diese Infrastruktur am Anschlag ist und zurzeit gar nicht mehr zulässt sondern eben mit solchen Lösungen entlastet wird. Ihr Kommentar wäre anderswo sicher sinnvoller.
  • Fabi  Ekler aus Wollerau
    07.11.2016
    und entlich mal mehr Homeoffice! Heutzutage sollte das doch kein Problem mehr sein!