Schub dank Trump Dollar bald auf 1.17 Franken?

Sollte die US-Wirtschaft unter Trump stärker wachsen als aktuell, würde der Dollar zulegen. Von diesem Szenario gehen Devisen-Fachleute aus. Das hätte Folgen für Schweizer Konsumenten und Unternehmen.

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Der grösste Teil des Vermögenszuwachses in der Schweiz ist auf die Aufwertung des Frankens gegenüber dem Dollar zurückzuführen. Alessandro Della Bella / Keystone

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Weil Donald Trump (70) der US-Wirtschaft mit seinen fiskalpolitischen Massnahmen neuen Schwung bringen will, soll der Dollar auf Höhenflug gehen. Das sagt die Bank ABN Amro voraus, eine der Top-Adressen für Devisenhandel. 

In den nächsten zwölf Monaten könnte die US-Währung so stark klettern, dass sie bis zu 1.17 Franken kostet, zitiert «Cash.ch» die holländischen Experten. Die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley prophezeit einen Anstieg von bis zu 1.16 Franken.

Wichtige Rolle der SNB

Erst letzte Woche hatte der Dollar einen Stand von 1.013 Franken erreicht – so stark war er seit Januar 2016 nicht mehr gewesen. Klettert er gar auf 1.17, würde der Höchststand von April 2009 erreicht.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) trage ihren Teil zur Dollar-Hausse bei, so die Experten. Sie stemmt sich mittels Interventionen mit aller Kraft gegen eine weitere Aufwertung des Frankens gegenüber dem schwächelnden Euro. Da dessen Krise auch 2017 weitergehe, würden sich die SNB-Interventionen in einem überproportional steigenden Dollar entladen.

Allerdings hatte der stellvertretende SNB-Direktor Dewet Moser (56) erst kürzlich gesagt, den «Preisfindungsmechanismus letztlich den Kräften von Angebot und Nachfrage» zu überlassen. Mit anderen Worten: Die SNB würde nicht mehr so strikt intervenieren, in der Folge würde auch der Dollar nicht so stark steigen.

Folgen für die Schweiz

Angenommen, der Dollar würde erstarken und die Franken-Parität hinter sich lassen, dann ist die Milchbüchlein-Rechnung schnell gemacht: Reisen in die USA würden teurer, Shopping in amerikanischen Online-Läden ebenfalls. Dagegen gäbe es für die Exportwirtschaft seit langem wieder einmal Grund zum Jubeln: Die USA sind mit 27 Milliarden Franken (13,5 Prozent) nach Deutschland zweitwichtigster Abnehmer von Schweizer Ausfuhren. 

Publiziert am 28.11.2016 | Aktualisiert am 29.11.2016
In den ersten 100 Tagen

Das will Trump als Präsident anpacken

  • Der designierte US-Präsident Donald Trump will bereits am ersten Tag seiner Amtszeit den Ausstieg der USA aus dem Transpazifischen Freihandelsabkommen (TPP) erklären.
  • Trump sagt weiter, er werde im Energiebereich Regulierungen streichen, die auf Kosten von Jobs und Produktivität gingen. Dabei gehe es auch um Fracking und, wie er sagt, um saubere Kohle.
  • Im Bereich der nationalen Sicherheit werde er die Geheimdienste anweisen, zuerst vor allem gegen Cyberattacken vorzugehen, aber auch gegen jede andere Form von Angriffen.
  • Bei der Einwanderung werde er das Arbeitsministerium anweisen, alle Fälle von Visa-Missbrauch zu untersuchen, die amerikanischen Arbeitern schadeten.
  • Wer für die US-Regierung gearbeitet hat, soll anschliessend für einen Zeitraum von fünf Jahren nicht als Lobbyist tätig sein dürfen. Wer für eine ausländische Regierung gearbeitet hat, sogar auf Lebzeiten nicht mehr.
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3 Kommentare
  • Thomas  Hager aus Luzern
    29.11.2016
    Jetzt Dollar kaufen und ungefähr 80 Tage nach dem 20. Januar bevor Trump 100 Tage hatte wieder verkaufen.
    Kurz bevor Schottland über die Abspaltung von Grossbritannien abstimmt Euro kaufen und danach wenn sie weg sind wieder verkaufen.
    So kann man mit den Populisten noch Geld machen.
  • Heinrich  Zimmermann aus Fulenbach
    28.11.2016
    "Die USA sind mit 27 Milliarden Franken (13,5 Prozent) nach Deutschland zweitwichtigster Abnehmer von Schweizer Ausfuhren."
    Das Ganze hat nur einen Haken. Wer verdient von wem? Selber rechnen,(Stand 2015) nach Deutschland exportieren wir für37 Mrd. importieren wir für 47 Mrd. ein Minus von 10 Mrd. In die USA exportierten wir für27 Mrd. importierten wir für 11 Mrd. Ein Plus von 16 Mrd. Somit für mich klar ist welcher Handelspartner für uns wichtig ist. Hoffentlich steigt der Dollar!
  • Beat  Schenker aus Lugano
    28.11.2016
    Ich glaube nicht das dies wegen Trump passiert. Vor Wahlen werden die Kurse immer etwas tiefer am Schluss gehen Sie rauf. Die Aussichten waren schon zuvor gut und die Notenbank wird jetzt bald die Zinsen erhöhen.
    Die Wahrheit sehen wir erst in einiger Zeit, genau wie beim Brexit, erst wenn der wirklich startet werden es die Engländer mehr und mehr zu spüren bekommen. Umsonst trifft ja der Finanzminister nicht alle diese Massnahmen, aber früher oder später muss dann jemand dafür bezahlen.