MOSKAU – Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder weiss, wie Opel doch noch gerettet werden kann: durch russisches Geld.
«Der russische Automarkt verspricht, wieder der international wichtigste Markt zu werden. Er ist lukrativ. Ich würde bei
Opel auf einen Wachstumsmarkt setzen», sagte Schröder, Freund von Regierungschef Wladimir Putin, heute in
Moskau. So stellt sich Schröder Opels Rettung vor: Die Russen sollen Opel-Modelle beim hoch verschuldeten russischen Autobauer GAZ produzieren lassen. Damit würde Opel direkten Zugang zum russischen Markt bekommen. Und die technisch völlig veralteten GAZ-Modelle würden von der Opel-Technologie profitieren. Gleichzeitig soll sich die vom russischen
Staat kontrollierte Sberbank am Rettungspaket des Zulieferers Magna beteiligen und damit Kapital in den Deal einschiessen.Schröder engagiert sich seit Jahren für eine enge wirtschaftliche Verflechtung zwischen Deutschland und Russland. Nach seinem Ausscheiden als Bundeskanzler übernahm er auf Vorschlag des russischen Monopolisten
Gazprom den Vorsitz des Aufsichtsrates beim Betreiberkonsortium für die geplante Gaspipeline durch die Ostsee. (SDA/snx)