Schrauberei am Schummel-Diesel war für die Katz VW will diesen Golf nicht zurückhaben

VW-Fan Joe Mayer wollte seinen Golf mit Diesel unter der Haube zurückgeben. Und eine fette Entschädigung kassieren. Zuvor hat er alle Teile ausgebaut, die er noch verkaufen kann. Jetzt stellt sich VW quer.

Sogar Rückbank und Bodenteppiche hat Mayer ausgebaut. play
Sogar Rückbank und Bodenteppiche hat Mayer ausgebaut. Instagram/jmyr

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Joe Mayer aus Cincinnati schraubte an seinem geliebten Golf Diesel alles ab, was er später wieder zu Geld machen kann, wie der US-Auto-Blog Jalopnik berichtet. Motorhaube und Kotflügel montiert er ab. Sogar Airbags und Bodenteppiche baute er aus (BLICK berichtete).

Der Hintergrund: Im Gegensatz zu europäischen Kunden, die teilweise immer noch auf ein Update der Schummel-Software warten, können die Amis ihre Dieselautos zurückgeben und werden fürstlich entschädigt.

Auch ausgebaute Airbags und die Klimaanlage lassen sich noch zu Geld machen. play
Auch ausgebaute Airbags und die Klimaanlage lassen sich noch zu Geld machen. Instagram/jmyr

VW wurde von einem US-Gericht dazu verdonnert, den Kunden die Autos zurückzukaufen. Oder sie je nach Modell und Alter des Fahrzeugs mit bis zu 10’000 Dollar zu entschädigen. Im Entscheid des Gerichts steht, dass das Auto aus eigener Kraft zum VW-Händler fahren muss, damit der Kunde an seine Kohle kommt.

VW will nicht zahlen

Das schafft Mayers Golf locker – auch ohne Türen und Rückbank. «Warum soll ich mit dem Verkauf der Teile nicht noch etwas dazuverdienen?», sagte er. Sein VW-Händler sieht das anders. Er hat das ausgeweidete Auto nicht angenommen. Und Mayer kein Geld ausbezahlt. 

Die Begründung von VW: Es entspreche nicht dem Sinn der Rücknahme, wenn man an den Fahrzeugen zuvor Teile ausbaue. Das lässt Mayer nicht auf sich sitzen. Er reklamiert. Statt eines neuen Termins bekommt er vom Autohändler die Telefonnummer einer Anwaltskanzlei. Das lässt den VW-Fan kalt. «Der Konzern spielt nur auf Zeit», glaubt er.

Publiziert am 23.12.2016 | Aktualisiert am 23.12.2016
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6 Kommentare
  • Claudio  Hammer aus Zürich
    23.12.2016
    Wenn sich die Schlaummeier übertreffen wollen - zuerst VW mit der Schummelsoftware und jetzt dieses abgezockte Bürschtli...
  • Ruedi  Voser 23.12.2016
    Das ist auch richtig. Dem Typen gehört kein Rappen ausbezahlt, das ist ja oberkrank. Und warum macht VW in den USA nicht einfach ein software Update wie in Europa und wie lange lassen sich europäische Firmen, Banken etc. noch von den bankrotten Amis ausnehmen wie Weihnachtsgänse?
    • Marcel  Stierli aus Mérida, México
      23.12.2016
      Sehr geehrter Herr Voser: Wenn eine Schweizer Bank auf US Territorium Gesetze bricht, dann kostet es halt was und ist gerechtfertigt. Anscheinend finden sie es richtig, dass Schweizer Banken sich mit jedem Dreck- und Blutgeld bereichern. Es steht jedem europäischen Land frei, die USA auf irgendwelchen Schadenersatz zu verklagen, wenn man denn was findet. Zum Update, Bescheissereien werden in den USA eben ein wenig strenger gehandhabt und nicht wie in Europa einfach unter den Teppich gekehrt
    • Ruedi  Voser 24.12.2016
      Danke Herr Stierli nach Mexico für für die korrekte und kompetente Antwort. Klar haben die USA eine blütenweisse Weste. Schöne Festtage.
  • Silvio  Hertli , via Facebook 23.12.2016
    Hat VW nicht auch eine Option, die Autos unzurüsten?
    Dem würd ich einen Benzinmotor in einbauen und ihm seinen Golf zurück schicken... ;)
    • Harry  Kant , via Facebook 23.12.2016
      Genau, egal ob der Aufwand 3x mal so gross wär. Hätte echt Stil von VW ^^