Schon wieder Börsenbeben! China reisst auch die Schweiz in die Tiefe

Nachdem die chinesische Regierung den Börsenhandel wieder ausgesetzt hat, stürzen auch die europäischen Märkte ab.

Nach nur 30 Minuten zog Peking bei der chinesischen Börse den Stecker. play
Nach nur 30 Minuten zog Peking bei der chinesischen Börse den Stecker. KEYSTONE/EPA/JEROME FAVRE

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Wieder ein Kurssturz in China. Die Regierung in Peking hat schon nach 30 Minuten und 7 Prozent Verlust den Handel eingestellt! Das hat Folgen - ein Beben ging durch die europäische Börsenwelt. In der Schweiz sackte der Leitindex Swiss Market Index (SMI) bis 10 Uhr um 3,2 Prozent ab. Der deutsche Dax verliert sogar 3,7 Prozent.

Damit zeichnet sich am vierten Handelstag im neuen Jahr bereits die dritte Sitzung mit grösseren Kursverlusten ab. Bereits vor dem heutigen Handelsstart verzeichnete der SMI ein Jahres-Minus von 2,5 Prozent oder über 200 Punkten.

Zu den bislang grössten Verlierern zählen die Banken, die in Asien tätig sind. So die Julius Bär (-5,2 Prozent), die UBS (-5,2 Prozent) und die CS (-4,9 Prozent). Auch die Luxusgüterhersteller Swatch (-4,7 Prozent) und Richemont (-4,8 Prozent) verlieren.

Die neuerliche Abwertung des chinesischen Yuan schürte die Sorgen um die Verfassung der chinesischen Wirtschaft und die Angst vor einem Handelskrieg. Bereits am Montag waren Chinas Aktienmärkte aus ähnlichen Gründen vorzeitig geschlossen worden.

Die Kursturbulenzen versetzten auch den Rohstoffmärkten einen weiteren Schlag. Der Preis für die richtungsweisende Rohölsorte Brent brach um bis zu 4,3 Prozent ein und lag mit 32,76 Dollar je Barrel so niedrig wie zuletzt vor knapp zwölf Jahren. Das wichtige Industriemetall Kupfer notierte 1,4 Prozent niedriger bei 4555 Dollar je Tonne.

Im Gegenzug verteuerte sich am Donnerstag Gold, das als sichererer Anlagehafen gilt, um bis zu 0,4 Prozent und kostete mit rund 1102 Dollar so viel wie seit neun Wochen nicht mehr.

«Es sieht gar nicht gut aus», sagte ein Händler. Es bleibe abzuwarten, ob die Schweizer Börse von der starken Gewichtung der als vergleichsweise krisensicher geltenden Pharma- und Lebensmittelwerte profitieren könne. (alp/SDA)

Publiziert am 07.01.2016 | Aktualisiert am 07.01.2016
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