Bankgeheimnis Schneider-Ammann will Problem mit unversteuerten Vermögen anpacken

  • Aktualisiert am 28.01.2012

BERN - BE - Unversteuerte Vermögen in der Schweiz sind für Bundesrat Johann Schneider-Ammann ein "ernsthaftes Problem". Die Diskussion mit den USA werde mit harten Bandagen geführt, sagte er in einem Interview. Die Schweiz müsse jetzt ihre Altlasten bewältigen.

Die Schweiz stehe in dieser Frage international isoliert da, sagte der Wirtschaftsminister. Der Unterschied zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug sei international nicht erklärbar. "Das Bankgeheimnis wurde auch nicht erfunden, um aus hinterzogenen Geldern ein Geschäft zu machen. Wir müssen die Altlasten aus der Vergangenheit nun bewältigen."

"Tages-Anzeiger" und "Bund" druckten das Interview am Samstag ab - einen Tag nachdem bekannt geworden war, dass die Privatbank Wegelin dem Steuerstreit zum Opfer fällt.

Für Schneider-Ammann sind die unversteuerten Vermögen in der Schweiz "ein ernsthaftes Problem, das wir bewältigen müssen". Dabei sei die Bankgeheimnisfrage keine substanzielle Bedrohung für die ganze Wirtschaft.

Der Bundesrat nahm zudem zur Affäre um den ehemaligen Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand Stellung. An dessen Person sei eine Stellvertreterdiskussion entbrannt - "dabei ging es den Angreifern darum, Kontrolle über die Nationalbank zu erhalten".

Nun müsse dafür gesorgt werden, dass die demokratischen Kräfte sauber spielen. "Deshalb ist der Fall Hildebrand vor allem ein Weckruf für die Demokratie", sagte Schneider-Ammann.

Die Schweiz stehe von aussen enorm unter Druck und werde noch mehr unter Druck geraten. Das heisse nicht, dass man Missstände im "Innenverhältnis" nicht angehen müsste. Vielmehr müsse man mit Augenmass, vernünftig und korrekt aufeinander zugehen, damit die schweizerischen Errungenschaften "nicht zum Zweck der politischen Profilierung infrage gestellt werden".

Kommentare (2)

  • Rocco  Martignoni
    Viel geld was beim Schweizer Banken legt ist Dreck dran und das wissen die Heimliche Banken wie UBS ,CS und andere Banken sonst braucht man kein Bankgeheimnis ,aber solche Banken sind der Grösste Betrüger das einigste was die wahrscheinlich beitragen ist ihre Kirchen Steuern ,weil mit das haben die ein Freibrief Unehrlich zu sein. Banditen
    • 28.01.2012
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  • heinz  erich
    Zum Glück gehört er der FDP-Fraktion an! Wenn ein SP- Politiker diese Wahrheit sagt, dann wird er von Pelli und Mörgeli zerfleischt.
    • 28.01.2012
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