Schluss mit Kaffee auf Rollen: SBB schaffen die Minibar ab!

Minibars lohnen sich nicht mehr. Bis Ende 2017 verschwinden sie schrittweise aus den SBB-Zügen.

Verschwindet nächstes Jahr ganz: Minibar der SBB. play

Verschwindet nächstes Jahr ganz: Minibar der SBB.

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Im Frühling 2014 stellte Jeannine Pilloud, Leiterin SBB-Personenverkehr, noch neue Minibars vor. play

Im Frühling 2014 stellte Jeannine Pilloud, Leiterin SBB-Personenverkehr, noch neue Minibars vor.

Joseph Khakshouri

Die Bundesbahnen verzichten künftig auf ihre Minibars in den Zügen. Stattdessen soll es ein besseres Take-Away-Angebot für unterwegs geben.

«Das schnell wachsende Verpflegungsangebot an Bahnhöfen führt zu sinkenden Umsätzen im Bahncatering, insbesondere bei der Minibar», begründen die SBB den Entscheid heute in einer Mitteilung.

In Zügen setzt die Bahn auf eine «vollwertige Bedienung am Sitzplatz in Teilen der 1. Klasse». Zudem erhöhen die SBB beim neuen Fernverkehrs-Doppelstockzug und dem «Giruno» die Zahl der Speisewagen von heute rund 90 auf mehr als 120. In den Interregio-Zügen wird es künftig kein Gastronomie-Angebot mehr geben. Die SBB begründen das mit «geringer Nachfrage».

An den Bahnhöfen steigt das Unternehmen sogar ganz aus der Gastronomie aus und beendet die langjährige Kooperation mit Segafredo auf Mitte Jahr. Die zwölf Segafredo-Stände werden neu vermietet. Für die 65 Angestellten wird laut SBB eine «sozialverträgliche Lösung ausgearbeitet».

Die neueste Wägeli-Generation ist noch frisch

Erst im April 2014 stellten die SBB stolz ihre neuen Snackbars auf Rollen vor. Sie kosteten pro Stück 20'000 Franken. In die Entwicklung und Produktion waren vier Firmen und eine Hochschule involviert.

Kurz nach deren Einführung gerieten sie allerdings in die Kritik. Die Brennstoffzelle für den Antrieb der Kaffeemaschine gebe zu schnell den Geist auf, hiess es damals. Die SBB bestätigten daraufhin Probleme, verwiesen aber darauf, dass man mit der Neuanschaffung doppelt so viele Kaffees brühen könne.

Die Gewerkschaft des Bahnpersonals SEV ist «entsetzt», wie sie in einer Mitteilung verkündet. Minibars seien nicht nur fürs Bahnerlebnis uverzichtbar, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil des Service public der SBB. Der Entscheid, künftig darauf zu verzichten, sei «die Folge von reinem Profitdenken». (alp)

Publiziert am 08.01.2016 | Aktualisiert am 08.01.2016
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56 Kommentare
  • Adrian  Gerber aus Aarberg
    10.01.2016
    Unschön? Warum denn? Offenbar stimmte für den Kunden das Preis Leistungsverhältnis nicht, ansonsten würde die SBB das Angebot nicht einstellen.
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    09.01.2016
    Die Bahn kann mir bald einmal gestohlen bleiben. Vorher hielt zwischen St. Gallen und dem Flughafen der doppelstöckige Zug, der es erlaubte mit dem Gepäck levelgleich einzusteigen. Jetzt hält nur noch der Zug, bei dem man wie vor 20 Jahren, drei Tritte hinauf steigen muss. Und an Bahnhöfen kann man nicht mehr einchecken. Ein Unding was sich da die Verantwortlichen einfallen liessen.
  • Roger  Frei aus Neftenbach
    09.01.2016
    Hoffentlich nicht noch mehr Starbucks Wägen die Bezeichnung "Restaurant" verdient der Wagen defintiv nicht ! . Das Angebot in denen ist minimal und sauteuer ! Ich wollte neulich auf einer langen Fahrt am Morgen um 8 Uhr wie üblich im Speisewagen ein "Zmorgen" bestellen mit Brötchen, Butter und Konfi. Nix war, lediglich Gipfeli und Kaffee und dieser war sehr teuer und jenseits von einem feinen Kaffee. Wie auch...eine Ami Bude, die uns mit viel Marketing erklären will, was guter Kaffee ist !!
  • Felix  Saxer aus Ruswil
    09.01.2016
    Sehr unschön wie die SBB Menschen in 2 Klassen einteilt. Die besser Privilegierten haben nach wie vor Service, das arbeitende Volk hat das Nachsehen. Sehr unsympathisch und definitiv ein Absteller!
    • Rolf  Hess 10.01.2016
      Es gibt noch die 3. Klasse. Das sind diejenigen Pendler, die jeden Morgen und jeden Abend auf dem Arbeitsweg im Zug zum Preis der 2. Klasse stehen dürfen.
  • Peter  Nüesch aus Balgach
    09.01.2016
    lächerlich das Geheule jetzt. auf die Minibar ist eh kein Verlass, man weiss nie, wie lange es dauert, ob sie am anderen Ende des Zuges mit der Tour beginnt etc. Das Angebot ist logischerweise eingeschränkt und teuer. Die meisten Leute kaufen eh nix, nehmen was von zu Hause, vom Laden oder einem Bahnhofstand mit. Logisch dass dieses Relikt von früher nicht rentieren kann und abgeschafft gehört. Gerade Gehbehinderte etc. sorgen vor und nehmen von draussen was mit. Also wo ist das Problem??!!