Schleichender Abbau 432 Stellen weg bei der Post

Weniger Briefe, schwieriges Päckli-Geschäft: Die Post machte in den ersten neun Monaten 2016 weniger Gewinn als im gleichen Zeitraum 2015.

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Die Schweizer verschicken immer weniger Briefe, und im Päckli-Geschäft sind die Margen unter Druck. Das schlägt sich in den Zahlen der Post nieder: Der Konzern hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres noch einen Gewinn von 466 Millionen Franken erzielt, das sind 7,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Wer den gestern veröffentlichten Quartalsbericht genau anschaut, sieht eine Folge der schwierigen Situation: Ende September 2015 führte der Konzern noch 44'032 Angestellte auf, Ende September 2016 waren es 43'600. Das sind 432 Vollzeitstellen weniger. 

Im Detail: Rund 250 Stellen fielen im Poststellennetz weg, gut 200 in der Briefverarbeitung und etwa 80 in der Logistik. Dagegen kamen bei Postauto und Postfinance knapp 100 Stellen hinzu.

Mit den Ende Oktober bekannt gegebenen Abbauplänen der Post – bis 2020 will der gelbe Riese 1200 Stellen abbauen – hat dieser Stellenschwund aber nichts zu tun, sagt Sprecher Oliver Flüeler. «Die meisten dieser Stellen sind Abgänge, die nicht ersetzt werden.» 

Publiziert am 25.11.2016 | Aktualisiert am 12.12.2016
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6 Kommentare
  • Paul  Meier 25.11.2016
    Jeder Konsument sollte sich selber an die Nase greifen. Wann haben sie eine Einzahlung, Brief aufgegeben oder ein Paket ? Der Konsument hat das sagen und kann somit sehr viel gegen den Personalabbau tun. Ich habe mein Verhalten geändert und bevorzuge meine Post für sämtliche Dienstleistungen und freue mich immer wieder über die freundliche Bedienung. Kein Onlinebanking mehr. Einzahlungen am Ort. Pakete und Briefe am Schalter abgeben. Weniger Personalabbau und persönliche Kontakte sind mir wichti
    • Gerry  B. 25.11.2016
      Genau dieser Meinung bin ich auch. Ich habe noch nie E-Banking gemacht sondern heben mein Geld am Schalter bei der Bank ab und die Einzahlungen mache ich bei meiner Post am Schalter. Da wird man noch von freundlichen Menschen bedient und ich schätze dies sehr.
  • Werner  Rutishauser aus St.Gallen
    25.11.2016
    Wollte vor zweit Tagen in Kreuzlingen, bei einer Postagentur im Einkaufscenter Coop ein Paket aufgeben. Das wäre zwar möglich aber eben nur mit Bezahlung durch Kartengeld! Also hab ich gelassen und mir extra einen privaten Dienstleister in einer Drogerie gesucht, dort konnte ich mit Bargeld bezahlen, trotzt Geldwäschereigesetz. Die Post beschneidet sich selbst und die Kunden.
  • Eron  Thiersen 25.11.2016
    Keine Überraschung sind die Margen im Paketsektor unter Druck; die Porti sind immens teuer geworden. Wenn immer möglich gebe ich Pakete bei Privaten auf, sie sind auch deutlich unkomplizierter geworden, die Post hat sich in den letzten Jahren genau gegenteiligt bewegt. Mit tun die Angestellten leid, aber es scheint so, dass mit den vielen studierten Neuzugängen im Postkader Bern der Bürkokratismus und das Weltfremde regiert!
  • Zita  Lang 25.11.2016
    Mit den Öffnungszeiten die die Post hat, kann das doch gar nicht funktionieren. Dazu ganze Täler ohne Post, da muss ich auch kein PCKonto mehr haben, und kann Direkt ein Bankkonto eröffnen.
    • Karen  Mind 25.11.2016
      Da gebe ich Ihnen recht. Die Post macht den Serviceabbau absichtlich, dann hat sie wieder einen Vorwand Stellen abzubauen.