SBB sponsern Service Scouts Sei kritisch, fahr gratis!

Sie sollten offenherzig über die Erlebnisse mit den SBB in den sozialen Medien berichten. Doch geht das, wenn sie von den Bundesbahnen bezahlt werden?

Für die SBB-Propaganda in den sozialen Medien bekommen sie 4000 Franken «in Form von Reisespesen». (Symbolbild) play
Die Service Scouts sollen sowohl über positive wie auch negative Erlebnisse mit den SBB berichten. (Symbolbild) Keystone/Anthony Anex

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Fahren auch Sie täglich Bahn? Und ist auch Ihr zweites Zuhause Facebook, Instagram oder Twitter? Ihnen ist wichtig, dass jeder auf den sozialen Medien Ihren Erlebnissen beim Pendeln folgen kann? Und jeder soll sehen, dass Sie nicht die Faust im Sack machen, wenn sich die Bahn wieder ihrer Pünktlichkeit rühmt?

Ringier Portraits play
Ulrich Rotzinger, Stv. Wirtschaftschef, Stv. Ressortleiter Wirtschaft BLICK-Gruppe. Shane Wilkinson

Dann sind Sie ein potenzieller Kandidat für den neuen Posten als Service Scout bei den SBB. Auf ihrer Webseite sind bereits zehn «gut vernetzte Personen mit digitaler Reichweite aus den drei grossen Sprachregionen» aufgeführt.

Zunächst während eines Jahres berichten diese auf ihren eigenen Kanälen über ihre Reiseerlebnisse. Man darf, soll sogar auch kritisch über verschmierte S-Bahn-WC, verdreckte Sitze oder übervolle Abteile twittern.

4000 «Franken Reisespesen»

Aber tut man das auch? Denn gratis arbeiten diese Scouts nicht. Für die SBB-Propaganda in den sozialen Medien bekommen sie 4000 Franken «in Form von Reisespesen»:

GA zweiter Klasse und 400 Franken zusätzlich für Reserva­tionen oder Klassenwechsel. Das geben die SBB aber nur auf Nachhaken bekannt. Über Entlöhnung spricht man selbst auf Facebook, Twitter und Co. nicht, wo man sonst das ganze Leben der Öffentlichkeit preisgibt.

Publiziert am 29.03.2016 | Aktualisiert am 31.03.2016
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3 Kommentare
  • Bea  Heim , via Facebook 29.03.2016
    Warum so kostspielig, wenn es auch gratis geht, z.B. mit einem virtuellen SBB Briefkasten für Rückmeldungen aus einer viel breiteren Kundschaft als von interessengebundenen Service scouts? Ein Klick, und schon wäre die Meldungen auch auf den social medias.
  • max  moritz aus zürich
    29.03.2016
    so einfach lässt man sich blenden von der dunklen seite der macht, wird freiwillig zum spion, früher sagte man ich bin bei der stasi oder bin ein verräter heute heisst es service scout und berichtet über die reise, fremde leute, den kondi aber wem interessiert das überhaupt???
  • Roman  Camenzind aus Gersau
    29.03.2016
    wüsste ich das es nicht vergebens ist,würde ich es gratis machen.