SBB-Präsidentin Monika Ribar stellt ihren Maserati auf eigenem Gratis-Parkplatz am Bahnhof ab Dieser Parkplatz spaltet Rüschlikon

Die Gemeinde Rüschlikon konnte nicht mitreden beim Privatparkplatz von SBB-Präsidentin Monika Ribar (57).

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Bei den Besuchern des Bahnhof-Bistros in Rüschlikon ZH war er schon lange ein Thema, jetzt redet die ganze Schweiz darüber. Wie BLICK gestern berichtete, haben die SBB ihrer neuen Verwaltungsrats­präsidentin Monika Ribar (57) neben dem Bahnhofshäuschen einen privaten Parkplatz hingemalt. Ribar ist vor rund anderthalb Jahren vom Baselbiet ans linke Zürichseeufer gezogen.

Rüschlikon ZH ist «attraktivste Gemeinde» der Schweiz 

Pikant: Der Parkplatz war vorher weiss umrandet und als Kurzzeit-Parking für alle zugänglich. Jetzt ist er gelb, und nur noch Ribar darf darauf parkieren – kostenlos. Als Topkader der SBB steht ihr gemäss Reglement gratis ein Parkplatz zu, entweder am Wohn- oder am Arbeitsort.

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SBB VR-Präsidentin Monika Ribar. PHILIPPE ROSSIER

 

Es ist nicht Ribars Maserati Quattroporte, über den sich die Rüschliker nerven – Luxusschlitten sind in der steuergünstigen Gemeinde an der Tagesordnung. Es ist der Umstand, dass die SBB als von den Steuerzahlern mitfinanziertes ÖV-Unternehmen ihren Chefs solche Privilegien einräumen.

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Hat seit 1979 ein ÖV-Abo: Angelina de Cerba aus Rüschlikon. SABINE WUNDERLIN

«Ich habe seit 1979 ein ÖV-Abo», sagt Angelina de Cerba (49). «Ich bezahle jedes Jahr mehr, aber Frau Ribar kann dort drüben gratis parkieren?»

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Katja Lutzke (53) fürchtet um den Zusammenhalt im Dorf. SABINE WUNDERLIN

Ins gleiche Horn bläst Katja Lutzke (53): «Sie ist ein Mensch wie jeder andere auch.» Lutzke wohnt seit 20 Jahren in der Gemeinde. Und fürchtet um den Zusammenhalt im Dorf. «Ich habe Angst, dass wir uns entfremden.»

Rüschlikons Gemeindepräsident Dr. Bernhard Elsener. play
Rüschlikons Gemeindepräsident Dr. Bernhard Elsener. rueschlikon.ch

Rüschlikon jedenfalls hatte kein Mitspracherecht, wie Gemeindepräsident Bernhard Elsener (CVP) zu SonntagsBlick sagt. Er stört sich aber nicht an Ribars Vorzugsbehandlung. «Die Parkplätze gehören den SBB. Wenn sie ihrer Verwaltungsratspräsidentin einen davon zur Verfügung stellen, sehe ich kein Problem.»

Publiziert am 02.10.2016 | Aktualisiert am 10.10.2016
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18 Kommentare
  • Arturo  Baruffaldi , via Facebook 03.10.2016
    .....es gab schon früher privilegierte Personen. die SBB könnte das mit eigenem Material lösen
  • Daniela  Ponti 03.10.2016
    Ribar, ist bei mir unten durch, denn Madame ist garantiert nicht jeden Tag in Sachen SBB unterwegs. Hat die denn keinen Funken Anstand im Leib?
  • Rolf  Hengartner aus Goldach
    03.10.2016
    Wenn ich an die Familie von einem anderen Artikel hier im Blick denke die 60000 pro monat dem Steuerzahler kostet und das noch einige Jahrzehnte, ist das wirklich lächerlich hier mit diesem Parkplatz
  • Landre  Marb , via Facebook 02.10.2016
    Hr. Fink.
    Wie rentabel oder unrentabel eine private Firma ihre Parkplätze gestaltet ist eine pure Angelegenheit der rechtsstaatlich regulierten privaten freien Marktwirtschaft.
    Wie die SBB (siehe Gesetzgebungen) ihre Infrastrukturen gestaltet ist hingegen eine Angelegenheit im absolutem und unveräusserlichem öffentlichem Interesse.
    (Das ist ein Unterschied wie zwischen "Weiss und Gelb"...)
  • Victor  Fletcher aus Meilen
    02.10.2016
    Also ich mags ihr gönnen! Ist ja ein SBB-Parkplatz und diese darf damit schliesslich machen was sie will, erst recht für ein Kader-Mitglied!
    Wirklich mühe hätte ich, wäre das Auto ein Willkommensgeschenk und die Tankfüllungen als bestandteil des täglichen Arbeitsweges abgegolten!