SBB erhöhen die Ticketpreise: Das wird alles teurer!

Bahnfahren wird teurer: Die Billetpreise werden um durchschnittlich 2,3 Prozent erhöht. Zugleich planen die SBB ein Erwachsenen-Version des Gleis 7.

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Die SBB erhöht die Preise – allerdings nicht so stark wie befürchtet. Ab dem 14. Dezember steigen sie um durchschnittlich 2,3 Prozent. Ursprünglich waren 2,9 Prozent vorgesehen. Preisüberwacher Stefan Meierhans und der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) haben eine einvernehmlichen Regelung gefunden.

Die Transportunternehmungen verzichten laut Meierhans auf eine Preiserhöhung bei der 9-Uhr-Karte und bei den Halbtax-Abonnementen. Die übrigen Preiserhöhungen von 2,9 Prozent könnten in Kraft gesetzt werden, heisst es in einer Mitteilung des Preisüberwachers.

Folgende SBB-Produkte werden teurer:

  • Einzelbillette kosten ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2,9 Prozent mehr.
     
  • Generalabonnemente (GA): Für Erwachsene in der 1. Klasse beträgt der Aufschlag 2,9 Prozent oder 170 Franken, in der 2. Klasse sind es 3,0 Prozent oder 105 Franken.
     
  • GA für Junioren und Studierende schlagen um je 2,8 Prozent auf, jene für Senioren um 3,0 Prozent. Für Behinderte wird das 1.-Klass-GA um 2,9 Prozent teurer und dasselbe Abonnement für die 2. Klasse schlägt um 3,0 Prozent auf.
     
  • Einen Aufschlag gibt es auch bei den Tageskarten, die mit dem Halbtax-Abonnement einen Tag lang als GA benutzt werden können: Die Karte für die 1. Klasse kostet ab Dezember 2014 124 Franken, was einen Aufschlag um 3 Franken bedeutet. Für die 2. Klasse kostet die Tageskarte 2 Franken mehr, nämlich 73 Franken.

Auf den 50 wichtigsten Fernverkehrstrecken müssten die SBB im Gegenzug zu den Erhöhungen ein Kontingent von täglich mindestens 5000 Billetten mit einer Vergünstigung zwischen 30 und 50 Prozent anbieten. «Der Gesamtwert dieses Rabattangebotes beträgt rund 29 Millionen Franken pro Jahr», so Meierhans.

Ab 2015 kommt Abend-GA

Zudem werde 2015 im Rahmen eines Pilotprojekts ein Generalabonnement für den Abend getestet, teilten VöV und der Preisüberwacher mit. «Der genaue Preis und der Zeitpunkt des Pilotversuchs werden von der öV-Branche festgelegt», heisst es in einer VöV-Mitteilung.

Das Abend-GA – so der Arbeitstitel – soll laut VöV von Montag bis Sonntag ab 19.00 Uhr bis Betriebsschluss wie ein normales GA gültig sein. Der Verkaufszeitraums für das Pilot-Projekt betrage drei Monate, so Preisüberwacher Meierhans. Das Abend-GA sei sechs Monate gültig.

Über eine definitive Einführung des Abend-GA werde der VöV nach Auswertung der Pilotphase entscheiden. «Sollte diese Massnahme nicht bis Dezember 2015 umgesetzt sein, müsste die ÖV-Branche den Preis für das Halbtaxabonnement bis zur vollständigen Umsetzung dieser Massnahme um 10 Franken reduzieren», schreibt Meierhans.

Konsumentenforum zufrieden

Das Konsumentenforum kf begrüsst die Ergebnisse der Verhandlung zwischen dem Preisüberwacher und der SBB. Die Senkung des Kostenanstiegs komme den Konsumentinnen und Konsumenten entgegen, heisst es in einer Mitteilung. Auch das Abend-GA sei lobenswert.

«Die innovativen Produkte wie ein 'Abend-GA' und dergleichen passen das starre System eines Service public-Unternehmens auf die individualisierten Bedürfnisse der heutigen öV-Reisenden an», so der kf-Geschäftsführer und Kundenbeirat der SBB, Michel Rudin.

Der VöV hat bereits weitere Tariferhöhungen angekündigt: Die vom Bundesrat geplante zweite Tranche der erhöhten Trassengebühren kann mit Einverständnis des Preisüberwachers «zu gegebener Zeit» auf die Billettpreise abgewälzt werden.

Diese Erhöhung beträgt voraussichtlich 100 Millionen Franken. Darüber hinaus dürfen die Preise bis Ende 2017 nicht erhöht werden.(thj)

Publiziert am 07.08.2014 | Aktualisiert am 07.08.2014
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41 Kommentare
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    07.08.2014
    ...die OeV Benutzer wollen immer mehr? nein, die Politiker verleiten uns immer zu noch schnelleren Verbindungen,noch ausgeklügelten Fahrpläne.Warum wohl? Irgeneinmal ist der Job Politiker ausgelaufen, da machen sich die politischen Investionen bezahlt in Verwaltungsrören, Beraterstellen etc. Der Benutzer will nicht schneller am Ziel sein, aber bequemer - dafür braucht es nicht alle viertelstunde ein Zug...oder alle 4 Minuten ein Bus/Tram!.
  • Martial  Kohler , via Facebook 07.08.2014
    Wenn ich nach Genf mit dem Zug fahre, bezahle ich ohne Abo, 2. Kl. hin-und zurück zusammen mit meiner Frau Sage und Schreibe, 430 CHF... Zum diesem Tarif fahren wir mit unserem grossen Auto nach Paris und zurück, 1200 km inkl. Autobahnengebühren...Wo ist die Relation ?
  • Martial  Kohler , via Facebook 07.08.2014
    Bravo an CEO Meier, machen Sie weiter so, und die Kunden werden die Nase voll haben und steigen auf das Auto um. Irgend wenn sind Sie Ihre gute Stelle los. Macht nichts, es gibt mehr als genug bessere Manager...
  • Marco  Simone , via Facebook 07.08.2014
    Sinnvoll wäre auch das System der Tarifverbunde zu überdenken.
    Denn auf dem Land fährt man meistens ja nur von A nach B, muss aber andere Linien in diesen Zonen auch mitfinanzieren. So kostet z.B. die 5 Km-Fahrt von Stansstad nach Stans retour mit dem Halbtax 6.40, also mehr als mit einem Kleinwagen!
  • Alexander  Meyer 07.08.2014
    Ich weiss nicht was für Komische Rechnungen Theorie ihr Zugfahrer. Kann mir einer Erklären was en Zug Kosten von Winterthur nach Bern. Ich meine Frau und meine beide Jugendliche Kinder? Was wär ohne uns Auto? Dank uns ist Zugfahren nur mal halb so Teuer ohne Uns Autofahrer fährt wohl keiner mehr Zug nicht Finanzierbar.