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Wer hat es nicht schon erlebt: Am Bahnhof will man noch schnell ein Billett rauslassen, steht vor dem Automaten und beginnt zu verzweifeln. Die modernen Maschinen für den Billettverkauf arbeiten nur im Schneckentempo.
Das nervt, wenn man sich auf einen gemütlichen Ausflug über Auffahrt gefreut hat. Statt im Stau am Gotthard, steht man frustriert vor dem Automaten.
Das Reiseziel suchen und auswählen… Nur einfach oder retour? In der 1. oder 2. Klasse? Mit oder ohne Halbtax? Nach jeder Wahl auf dem Bildschirm verstreichen wieder unglaublich viele Sekunden.
Neue Software, länger warten
Die SBB ist dabei, die Software in den alten Automaten zu ersetzen und neue Automaten mit neuer Software aufzustellen. Die Umstellung begann letzten November. Seither braucht der Bahnreisende mehr Geduld.
Doch die neuen Systeme sind nicht nur langsam, sondern auch fehleranfällig. Seit der Einführung ist es bereits mehrmals zu Ausfällen gekommen. Der unrühmliche Rekord: Im März streikten gleich 1700 SBB-Automaten wegen Software-Problemen.
Kurse gegen Berührungsängste
Viele Leute scheitern nur schon bei der Bedienung. Obwohl die SBB immer wieder betont, man habe das System ausführlich auf seine Benutzerfreundlichkeit hin getestet.
Besonders die älteren Semester tun sich aber schwer damit. Deshalb führt die SBB, teilweise in Zusammenarbeit mit Pro Senectute, immer wieder Kurse durch. So sollen die Berührungsängste mit den Automaten abgebaut werden.
Automaten statt Schalter
Die Automaten werden immer wichtiger: Denn sie ersetzen an vielen Bahnhöfen zusehends den Schalter. Aktuell werden rund zwei Drittel der Zugbillette mit den Maschinen verkauft.
Bei der SBB weist man darauf hin, dass die Software ständig verbessert werde. Mit dem nächsten Update im Sommer soll sie endlich auch schneller werden. Bis es soweit ist, heisst es: Weiterhin Geduld haben.