Ryanair und die spanische Luftsicherheitsbehörde hauen munter auf sich ein - obwohl die Untersuchungen der Vorfälle noch laufen. Airline-Chef O'Leary erhebt nun schwere Vorwürfe.
Michael O’Leary aufs Ganze: In einem am Dienstag veröffentlichten Brief mit Datum von vorgestern fordert der Ryanair-Chef eine Klarstellung von der spanische Verkehrsministerin Ana Pastor. Er will wissen: Warum gehen weiterhin Ermittler gegen Ryanair vor, obwohl diese zugegeben haben, bereits in früheren Fällen Kontrolldaten zu Ryanair gefälscht zu haben?
Bei den spanischen Fluggesellschaften Iberia und Vueling habe es verglichen mit der Zahl der Flüge «dasselbe Ausmass an Routinevorfällen» gegeben wie bei Ryanair. Er vermutet, dass seine Airline zugunsten der beiden spanischen Fluggesellschaften angeschwärzt wird. Eine Stellungnahme vom Verkehrsministerium in Madrid gab es bisher dazu noch nicht.
Gegenüber der «Financial Times Deutschland» präzisierte eine Sprecherin des Ministeriums lediglich, dass eine Untersuchung der drei Ryanair-Notlandungen im Juli in Valencia untersucht werden. Noch keine Untersuchung sei wegen der Vorfälle vom vergangenen Wochenende eingeleitet worden.
Wie Blick.ch am Montag berichtete, kam es beim O’Learys Billigairline zuletzt zu drei Notlandungen in nur vier Tagen auf spanischem Boden. Die Prüfung der Vorfälle läuft noch. O’Leary will sich am Donnerstag in Madrid dazu äussern.
Indes droht weiteres Ungemacht: Neben dem Verkehrsministerium leitete nun auch das Büro der Ombudsfrau Soledad Becerril eine Untersuchung der Ryanair-Vorfälle ein. Die Begründung: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres seien 1201 Zwischenfälle und Unregelmässigkeiten registriert worden, zitiert sie «Spiegel-Online». Ryanair betont, es gebe «absolut keine Probleme» bei der Sicherheit.
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