Rote Zahlen bei der SNB Nationalbank macht 23,3 Milliarden Verlust

Noch letztes Jahr konnte SNB-Direktor Thomas Jordan einen Rekordgewinn verkünden. 2015 ist es ein Verlust in Milliardenhöhe. Bund und Kantone gehen aber nicht leer aus.

Muss einen Milliardenverlust vermelden: Nationalbankpräsident Thomas Jordan (53). play

Muss einen Milliardenverlust vermelden: Nationalbankpräsident Thomas Jordan (53).

Keystone

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Jetzt zeigen sich die Folgen der Aufgabe des Euro-Mindestkurses auch in den Büchern der Schweizerischen Nationalbank. Die SNB fuhr im vergangenen Jahr einen Verlust von 23,3 Milliarden Franken ein. Sie schüttet eine Milliarde an Bund und Kantone aus.

Der Löwenanteil des Verlustes geht auf die Fremdwährungspositionen zurück. 19,9 Milliarden Franken betrug dieser Verlust, wie die SNB am Freitag die angekündigten Zahlen vom Januar präzisierte. Der Gewinn auf den Frankenpositionen betrug 1,2 Milliarden. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsverlust von 4,2 Milliarden Franken nach einem Plus von 4,1 Milliarden Franken im Vorjahr.

Die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven betrug wie erwartet 1,4 Milliarden Franken. Jahresverlust und Rückstellungszuweisung von zusammen 24,6 Milliarden Franken sind geringer als die Ausschüttungsreserve von 27,5 Milliarden Franken.

Allerdings hätte noch viel dicker kommen können. Im ersten Halbjahr 2015 stand noch ein Verlust von 50 Milliarden Franken in den SNB-Büchern. Weil sich der Franken im Jahresverlauf wieder abschwächte, hält sich der Schaden nun in Grenzen.

Zum Vergleich: 2014 erzielte die Nationalbank noch einen Rekordgewinn von 38,3 Milliarden Franken. Zwei Milliarden davon schüttete die SNB an Bund und Kantone aus. (pbe)

Publiziert am 04.03.2016 | Aktualisiert am 04.03.2016
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17 Kommentare
  • Rüdiger  Simpson aus Züri
    05.03.2016
    Die vielen bankenexperten und kommentarschreiber hier, sollten sich zusammenschliessen und selber eine bank gründen. scheint enorm viel wissen vorhanden zu sein... aber vielleicht zuerst besser mit spielgeld anfangen, falls sich heraustellt, dass Ihr doch nicht so eine grosse ahnung hattet.
    Die SNB handelt sehr gut und im Interesse der Schweiz!
  • Eva  Thür aus Bern
    04.03.2016
    Lieber Herr Dr. Richter absolut richtig - das russische Roulette wie unten beschrieben ist bereits am Laufen; das sage ich als Ökonomin - die Milliardäre werden es schwierig haben nach Hause zu kommen. Es wurde zu keinem Zeitpunkt von der SNB her eine stringente "richtige" Entscheidung getroffen zu Gunsten der CH-Bevölkerung und des Schweizer Vermögens; mir ist schleierhaft, wie diese Leute "arbeiten".
    9 5
  • Peter  Schatzmann aus Menziken
    04.03.2016
    Die Unsummen an Devisen abbauen, abbauen und nochmals abbauen.
    Ob die SNB eine Bank ist oder nicht, spielt keine Rolle. Ich habe Herrn
    Jordan noch nie vertraut und werde dies auch weiterhin nicht tun.
    Einfach ein Theoretiker und sonst nichts.
  • Jonas  Bernet aus Bern
    04.03.2016
    Ja die paar Milliarden gehören jetzt der Frau Margarita Louis-Dreyfus & Philipp Hildebrand sowie der Firma BlackRock. Ist ja klar dass Hildebrand alle Massnahmen der SNB kannte und die zwei Parteien welche das Geld besitzen um diese Informationen zu nutzen informierte.
  • peter  schneiter 04.03.2016
    Und im nächsten Jahr folgt dann wieder ein Überschuss, wie das ja schon ein paar Mal so der Fall war. Up and Down .Nur keine Panikmache, alles wird gut!