Rote Rieter-Zahlen: Jetzt muss Spuhler ran

  • Publiziert: 24.03.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

WINTERTHUR – Der Industriekonzern Rieter steckt tief in den roten Zahlen. Die Hoffnungen ruhen jetzt auf Peter Spuhler. Der Grossaktionär soll in den Verwaltungsrat.

Unternehmer und SVP-Nationalrat Peter Spuhler glaubt an die Zukunft von Rieter. Er hat sein Aktienpaket auf 17 Prozent aufgestockt. Damit ist er der grösste Aktionär des Winterthurer Industriekonzerns.

Heute Morgen gab Rieter die Zahlen zum Geschäftsjahr 2008 bekannt (Blick.ch berichtete). Ein Verlust von 396,7 Mio. Franken sowie sinkende Umsätze belasten das Unternehmen.

Mitte Februar wurde bekannt, dass Rieter mit Banken über neue Kredite feilscht. Und Peter Spuhler stellte seinerseits 57 Millionen Franken in Aussicht, wenn die Banken mitziehen. Der Deal kam letzten Freitag zustande.

Mit den 57 Millionen kauft Spuhler Aktien von Rieter und baut so seine Beteiligung von 5,3 auf 17 Prozent aus. Neben Spuhler hält der Bodenbelag- und Leimhersteller Forbo rund 10 Prozent und der Besitzer des Küchenbauers Franke rund 5 Prozent.

Am 29. April findet die Generalversammlung der Rieter-Aktionäre statt. Wahltag. Die Vertreter der drei Grossaktionäre von Rieter sollen den Verwaltungsrat gewählt werden. Und die Strategie der Traditionsfirma fit für die Zukunft machen. (pft)


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