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Die Grossbank UBS muss auf ihren Positionen im US-Hypothekenmarkt zusätzliche zehn Milliarden Dollar abschreiben. Der grösste Schweizer Bankenkonzern gab heute ausserdem bekannt, dass er nun auch im 4. Quartal und möglicherweise im ganzen Jahr 2007 einen Verlust erleiden wird!
Der neuerliche Abschreibungsbedarf liegt am oberen Ende der Befürchtungen der Analysten. Die Bank braucht deshalb auch neues Geld.
Strategische Investoren aus Singapur und aus dem Nahen Osten zeichnen laut der Mitteilung 13 Milliarden Franken an neuem Kapital. Zusammen mit weiteren Schritten, darunter eine Aktiendividende an Stelle einer Bardividende für 2007, will die UBS die Kapitalbasis so um 19,4 Milliarden Franken stärken. Die Kernkapitalquote soll wieder auf mehr als zwölf Prozent steigen, verglichen mit 10,6 Prozent Ende September.
Ospel will bleiben
Trotz den grossen Abschreibungen will Marcel Ospel Verwaltungsratspräsident der Grossbank UBS bleiben. Ein Rücktritt sei weder für den Verwaltungsrat noch für ihn selber ein Thema.
Er wolle «Teil der Lösung des Problems sein und wir sind auf gutem Weg dazu», sagte Ospel heute Morgen gegenüber Schweizer Radio DRS. Die UBS sei weiterhin eine der sichersten Banken überhaupt, die Abschreiber im US-Hypothekengeschäft wären auch ohne Kapitalerhöhung verkraftbar, sagte Ospel.
Noch schlimmere Auswirkungen der US-Hypothekenkrise auf die UBS seien für ihn «sehr schwer vorstellbar». Die UBS habe nun Klarheit und Sicherheit geschaffen, nachdem Kunden und Mitarbeiter «erheblich» verunsichert gewesen seien, sagte Ospel.
Mit den heute bekannt gegebenen Massnahmen wolle die UBS die Spekulationen beenden. Ein weiterer Stellenabbau stehe derzeit nicht an. Der bereits angekündigte Abbau von 1500 Arbeitsplätzen werde bis Ende Jahr abgeschlossen. (AP/SDA/gux)
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8. Dezember 1997: Marcel Ospel (r.) informiert über die Fusion von UBS und SBV. (Keystone)