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Sie hat es geschafft: Monika Ribar (51), Chefin der Basler Logistikgruppe Panalpina, ist seit 2006 eine der wenigen Frauen an der Spitze eines Konzerns.
Auch sie hat es geschafft: Simonetta Sommaruga (50) ist seit Mittwoch Bundesrätin. In der Regierung stellen Frauen eine Quote von 57 Prozent.
Und Monika Ribar hofft, «dass die Frauenmehrheit im Bundesrat junge Frauen dazu inspiriert, sich mehr zuzutrauen – und eine Karriere in einem Unternehmen anzustreben».
Dass Frauen in der Schweizer Geschäftswelt massiv untervertreten sind, belegt nun auch ein Report des Zürcher Headhunters Guido Schilling über die Führung der 121 grössten Unternehmen des Landes (siehe Box). Obwohl Studentinnen an den Universitäten seit 2008 in der Mehrheit sind.
Der Frauenmangel an der Spitze hat zwei Gründe, glaubt Ribar: «Die teilweise fehlende gesellschaftliche Akzeptanz für Frauen in Führungspositionen und ungeschriebene Regeln, die Frauen noch immer eher an Haushalt und Familie binden wollen.» Sie folgert: «Frauen, die in einem solchen Umfeld aufwachsen und kaum alternative Vorbilder kennen, mangelt es daher manchmal auch am Mut, den Karriereweg einzuschlagen oder zu versuchen, Familie und Karriere miteinander zu verbinden.»
Chancen gibt es genug. Frauen seien gefragt, weil es an Managernachwuchs fehlt, sagt Headhunter Schilling: «Bei der derzeitigen Wirtschaftsentwicklung können Firmen mittelfristig nicht mehr alle Stellen im Management besetzen.» Er schlägt eine gesetzliche Frauenquote vor: Mindestens jeder dritte VR-Sitz müsse weiblich sein.
Norwegen hat mit einer gesetzlichen 40-Prozent-Vorgabe erreicht, dass heute in den Verwaltungsräten des Landes 44 Prozent Frauen sitzen. Die grüne Zürcher Nationalrätin Katharina Prelicz-Huber forderte eine entsprechende Regel für die Schweiz. Doch der Bundesrat liess sie abblitzen. Dies greife den Befugnissen der Aktionäre vor.
Auch Ribar ist gegen Quoten: Flexible Arbeitszeitmodelle seien für die Frauenförderung bei weitem effektiver.