Risiko-Gebiete Diese Karte hat die Grippe

ZÜRICH - Um das Gripperisiko auf die Gemeinde genau herunterbrechen zu können, befragen ETH-Forscher die Schweizer Bevölkerung. Zunächst mit Onlinefragebogen, bald auch mit einer App.

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Die Grippewelle rollt an. Wie das Bundesamt für Gesundheit in seinem aktuellen Bulletin schreibt, wurde gerade gesamtschweizerisch der Epidemie-Schwellenwert überschritten – Tendenz steil steigend. Aber: Wie gross die Infektionsgefahr in einzelnen Städten und Gemeinden wirklich ist, weiss keiner. Das wäre jedoch wichtig, weil das Ansteckungsrisiko je nach Ort unterschiedlich hoch ist.

Wie riskant ist es, das Haus zu verlassen? Das «Grippenet» soll Antworten liefern – auf die Postleitzahl genau.  play
Wie riskant ist es, das Haus zu verlassen? Das «Grippenet» soll Antworten liefern – auf die Postleitzahl genau.  ALEX HOFFORD

 

Geht es nach einer Gruppe von Forschern der ETH Zürich, soll sich das ändern. Wie hoch ist das Risiko im Berner Murifeld-Quartier? Oder im Muotatal? Vielleicht wissen wir es bald auf die Postleitzahl genau.

Mehr Teilnehmer gesucht

Die Hoffnung der Forscher: dass genug Menschen ihren Fragebogen (www.grippenet.ch) ausfüllen. Dort gibt man an, wo und wie man unterwegs ist oder ob man Symptome hat. Einmal pro Woche aktualisiert, bleibt die Gefahrenkarte auf dem neusten Stand. In blau eingefärbten Gebieten ist die Grippegefahr tief – in roten hoch.

Noch ist kein Rot zu sehen. Denn bisher haben nur knapp 400 Leute den Fragebogen ausgefüllt. Sie bewegen sich vorwiegend im Raum Zürich – darum zeigt die Karte (oben) bisher auch dort die meisten Flecken an. Erst ab 2000 Teilnehmern ist das Modell der Forscher aussagekräftig. Damit das Ausfüllen einfacher wird, will die ETH eine Handy-App bereitstellen.

«Je besser die Leute über die Gefahr informiert sind, desto besser können sie vorsorgen», sagt Projektleiter Dirk Helbing (51), Soziologie-Professor an der ETH. «Ich denke zum Beispiel an Grippeimpfung, das Meiden von Menschenansammlungen, spezielle Handhygiene oder weniger Händeschütteln. Grippewellen können volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe verursachen.»

Publiziert am 04.01.2017 | Aktualisiert am 04.01.2017
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  • Daniel  Evans 04.01.2017
    Die Grippe ist wohl am meisten grossgeredete Krankheit überhaupt.
    Die Ansteckungsgefahr gibt lediglich der eigene Körper vor, unabhängig wie gross der Kontakt mit infizierten Personen ist.
    Zudem ist die Grippe ausser für ganz wenige Risikogruppen zwar lästig aber ungefährlich.
    Was die Pharmaindustrie und die gesponsorte ETH aber an der Grippe verdienen, das ist ein grosses Stück.
    • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
      04.01.2017
      Und was war mit der spanischen und der Hong Kong Grippe? Jedes Jahr besteht aufs Neue die Gefahr das ein bekanntes Grippevirus beim Artensprung Mensch - Huhn - Schwein zu einem neuartigen Killer mutiert. Um das zu verhindern wird ein derartiger Aufwand betrieben. Die Killermutation ist eine negative Folge der Tierhaltung aber niemand kann ernsthaft daran denken das wir Schweine- oder Pouletzucht aufgeben. Oder wollen sie nochmals 20 Mio. Tote wie 1918/19 riskieren?