Ricardo.ch trennt Flohmarkt und Shopping

  • Aktualisiert am 03.01.2012

ZUG – Ein neues Shopping Center im Internet soll dem Online-Auktionshaus mehr Umsatz bescheren.

Bei Ricardo.ch wurden im Jahr 2008 Waren im Wert von 588 Mio. Franken verschachert. Vom «Angelset mit Rute und Rolle» bis zum «Zapfenzieher mit Fischmotiv». Ricardo.ch dominiert das Geschäft mit den Internet-Auktionen in der Schweiz. Konkurrent Ebay.ch ist im Vergleich dazu nur ein Zwerg.

Ist man so gross, wird es schwieriger weiter zu wachsen. Die Zahl der Auktionen nimmt zwar nach wie vor zu. Das Tempo verlangsamt sich aber. Im letzten Jahr hat Ricardo.ch über 90 Prozent des Umsatzes mit Auktionen erzielt.

Immer mehr Anbieter verhökern ihre Ware bei Ricardo.ch aber zum Fixpreis. Angebote von professionellen Verkäufern, die Ricardo als Absatzkanal verwenden. Das Bieten um den Preis fällt weg. Bei den Angeboten zu Fixpreisen hat der Umsatz 2008 im Vergleich mit dem Vorjahr um über 50 Prozent zugelegt.

Diesen Bereich will Ricardo.ch nun ausbauen. Bis Ende Jahr soll neben dem kunterbunten Flohmarkt ein gediegeneres Shopping Center im Internet entstehen. Durch diesen Schritt kommt Ricardo.ch anderen Online-Händlern wie Amazon, aber auch Migros und Coop ins Gehege. Die beiden Detailhändler bieten mit einem Geflecht von Webseiten ein immer grösseres Sortiment an Waren an. Beim Start hat Ricardo.ch jedoch einen Vorteil: Die Webseite verzeichnet mehr Besucher als jene von Migros und Coop. (pft)

- Screenshot ricardo.ch

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