«Rent a Rentner» boomt: Jeder will einen alten Sack mieten

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  play Peter Hiltebrand (M.) ist der Erfinder.

ZÜRICH - Ältere Mitarbeiter sind nicht mehr zu gebrauchen? Von wegen! «Rent a Rentner» ist die erste Online-Plattform auf der Rentner mieten kann. Ein kluges Geschäftsmodell mit hoher Erfolgquote.

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Wer will schon zum alten Eisen gehören? Das sagen sich viele Menschen ab 65 Jahren und suchen sich noch etwas Arbeit. Bilder aufhängen, Möbel zusammenbasteln, Hunde ausführen, Garten pflegen, Wohnung putzen, Auto waschen – für all diese Dinge lassen sich die rund 1800 Senioren im Alter zwischen 65 und 85 Jahren auf der Plattform RentaRentner.ch einspannen.

Werbung mit einem Augenzwinkern

Das Business floriert ungemein. Dies nicht zuletzt, weil sich die älteren Leute mit der Vermarktung selbst auf die Schippe nehmen.  Peter Hiltebrand, Vater der Idee, Auto sieht man oft auf den Strassen  in der Region Zürich. Sein Wagen ist mit einer Folie beklebt, die wie Jute aussieht und als Motto steht: «Mieten Sie einen alten Sack.»

Das zaubert etliche Lächeln auf die Gesichter anderer Verkehrsteilnehmer. «Die Plattform hat täglich zwischen 2000 und 3200 Besucher. Konkrete Anfragen kommen im Schnitt 200», erklärt Geschäftsführer Reto Dürrenberger.

Es gibt auch Spezial-Einsätze

Manchmal werden die Leute auch für Spezialeinsätze engagiert. Dürrenberger: «Eine ältere Frau bucht jede Woche einen Rentner für vier Stunden Gartenarbeit. Er arbeitet jedoch nur eine Stunde im Garten. Den Rest der Zeit verbringt er mit der Frau im Wohnzimmer zum reden. Ist das nicht schön?»

Peter Hiltebrand, der Vater der Idee, wurde kürzlich für eine Ferienbegleitung nach Zypern angefragt. «Er sagte jedoch ab, weil die Frau scheinbar mehr wollte ...», erklärt Dürrenberger weiter.

Die Stundenhonorare sind übrigens sehr moderat und bewegen sich um die 20 Franken.
Wer möchte, kann auch einen Rentner adoptieren. So quasi als Grosselternersatz. Die Adoption ist gratis. Der Spass soll da im Vordergrund stehen.

Beliebteste Kommentare

  • jürg  frey , teufen
    Wirklich coole Idee! Wir werden alle mal alt! so Gott will .
  • Heinz  Muenger
    Alles ist freiwillig. Wer z.B. für Fr. 12- bis 15-/Std. arbeiten möchte, um etwas "Spaziermünz" zur Rente zu verdienen, dabei noch etwas Spass und Kontakte zu Mitmenschen haben, dies auch noch als etwas Zeitvertreib sehen, die sollen das doch tun.
    Vielen steht nicht das Geld im Vordergrund, sie lieben es, noch etwas gefragt und gebraucht zu werden...
    Und das alles hält noch etwas "jung" und die "Senilität" hat auch weniger Chancen. Macht weiter so - ihr rüstigen Rentner/innen!

Alle Kommentare (18)

  • Paul  Meier
    Zu diesem Angebot möchte ich nur sagen, es ist nicht alles Gold was glänzt. Bin schon längere Zeit dabei aber was man da für Angebote erhält ist wirklich nicht zu gebrauchen. Man nimmt dass Wort "Alter Sack" wirklich wörtlich und die Arbeiten sind wirklich manchmal unterste Schublade. Alles Arbeiten die niemand mehr erledigen will wie z.B. Gartenarbeiten die nicht einmal ein Gartenunternehmen machen würde. Also von dem grossen Erfolg bin ich nicht so sehr überzeugt.
  •  
    Ich bin ausgestiegen, weil nach meiner Ansicht zu viele persönliche Angaben öffentlich gemacht werden, respektive von jedermann eingesehen werden können. Da müsste noch eine bessere Lösung gefunden werden, dann bin ich wieder dabei. Die Idee finde ich an sich gut.
  • Priska  Jermann , via Facebook
    Die Idee ist super. Allerdings scheint mir ein Stundenhonorar von gerademal 20 Franken doch etwas zu tief angesetzt. 4 Stunden Gartenarbeit zu 20 Franken, davon aber wirkliche Gartenarbeit nur 1 Stunde und 3 Stunden plaudern, das ist okay. Ansonsten aber muss ein marktgerechtes Honorar bezahlt werden, ansonsten das Ganze reines Ausnützen ist.
  • Ernst  Dittmar , Adliswil
    20 Franken kostet das? Und wieviel bekommt der Rentner? Es scheint mir, da werden alte Menschen ausgebeutet. Dieser Lohn zeugt von wenig Respekt alten Menschen gegenüber, was durch die Bezeichnung "alter Sack" noch unterstrichen wird. Schade, denn die Idee an sich wäre cool. Nur sollten die Rentner selber festlegen können, was sie pro Stunde verdienen möchten. Dann würden durch Angebot und Nachfrage faire Löhne erzielt. Fr. 20.- als Mindestlohn wäre akzeptabel.
    • Brigitte  Porath-Wyler , Zürich , via Facebook
      Die Rentner können den Lohn selber bestimmen! Rent a Rentner bietet nur die Platform.
      • 27.07.2013
      • als Kommentar auf Ernst  Dittmar , Adliswil
      • 82
      • 4
    • Monika  Lehner , Zürich

      Es gibt auch Rentner die 70 Franken in der Stunde verlangen. Das kann jeder Rentner selber bestimmen wie von Frau Porath bereits geschrieben
      • 27.07.2013
      • als Kommentar auf Ernst  Dittmar , Adliswil
      • 57
      • 1
  • Heinz  Muenger
    Alles ist freiwillig. Wer z.B. für Fr. 12- bis 15-/Std. arbeiten möchte, um etwas "Spaziermünz" zur Rente zu verdienen, dabei noch etwas Spass und Kontakte zu Mitmenschen haben, dies auch noch als etwas Zeitvertreib sehen, die sollen das doch tun.
    Vielen steht nicht das Geld im Vordergrund, sie lieben es, noch etwas gefragt und gebraucht zu werden...
    Und das alles hält noch etwas "jung" und die "Senilität" hat auch weniger Chancen. Macht weiter so - ihr rüstigen Rentner/innen!
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