Renata Jungo Brüngger schaut bei Mercedes für Recht und Ordnung Sie ist die mächtigste Schweizerin im Ausland

DAIMLER/ZÜRICH - Renata Jungo Brüngger ist neu als Rechtschefin im Vorstand des Mercedes-Mutterkonzerns Daimler. Der VW-Abgas-Skandal hat ihren Aufstieg beschleunigt.

Einzige Frau im Gremium: Renata Jungo Brüngger (sitzend) mit dem Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetsche (3.v.r.). play

Einzige Frau im Gremium: Renata Jungo Brüngger (sitzend) mit dem Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetsche (3.v.r.).

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Renata Jungo-Brüngger, Daimler AG play
Eine der mächtigsten Schweizerinnen in der Wirtschaft: Daimler-Vorstand Renata Jungo Brüngger Daimler AG

Seit Januar ist die 54-jährige Fribourgerin oberste «Polizistin» und Kultur-Chefin bei einem der  grössten Autobauer der Welt – und damit die mächtigste Schweizerinnen in der ausländischen Wirtschaft.

Als Daimler-Vorstand Christine Hohmann-Dennhardt (65) von Volkswagen geholt wurde, um sich um den Abgas-Bschiss zu kümmern, wurde ihre Position frei. Im Januar rutschte nun Renata Jungo Brüngger (54) von der Bereichsleitung Recht in den Vorstand des Stuttgarter Automobilkonzerns nach.

Ein exklusiver Kreis

Damit gehört Jungo Brüngger zu einem kleinen Klub: Nur wenige Schweizer Managerinnen haben es bisher in Top Positionen im Ausland geschafft. Die Zürcherin Barbara Kux war fünf Jahre im Siemens-Vorstand. Chantal Gaemperle ist beim Luxus-Unternehmen LVMH in der Geschäftsführung zuständig fürs Personal.

Jungo Brüngger ist im Daimler-Vorstand vorerst bis 2018 fürs Ressort «Integrität und Recht» verantwortlich – und damit dafür, dass die über 284'000 Mitarbeiter des Konzerns, zu dem unter anderem Smart und Mercedes gehören, die Unternehmenskultur verinnerlichen und sich an die Regeln halten. 800 Mitarbeiter unterstützen die gebürtige Fribourgerin dabei.

Einzige Frau im Daimler-Vorstand

Die Juristin ist die einzige Frau im Daimler-Vorstand. Sie habe es nie negativ gespürt, dass sie «von aussen, als Frau, als Schweizerin» gekommen sei, sagte Jungo Brüngger der «NZZ». «Es war eher gar ein Vorteil.»

Damit es mehr Frauen wie sie schaffen, ist sie staatlichen Eingriffen gegenüber nicht abgeneigt. Wettbewerb sei zwar der bessere Treiber, «doch sind Quotenregelungen durchaus geeignet, Änderungen anzustossen», sagte Jungo Brüngger der «NZZ» weiter. Sie selbst fördere in ihrem eigenen Ressort Frauen durch Teilzeitstellen-Angebote in Führungspositionen. In Deutschland hat Daimler ausserdem 700 Betreuungsplätze für die Kinder der Angestellten.

Familie ist nicht Jungo Brünggers grösstes Thema. Dem Managermagazin «Tangente» sagte sie 2014: «Die Arbeit kommt ganz klar zuerst.» Erst dann kommt die Freizeit mit ihrem Mann. Für ihren Job wird sie wohl gut entlohnt: Ihre Vorgängerin Hohmann-Dennhardt bekam zuletzt 3,7 Millionen Euro.

Publiziert am 04.03.2016 | Aktualisiert am 08.03.2016
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2 Kommentare
  • Noldi  Schwarz 05.03.2016
    Wow! 700 Betreuungsplätze für Kinder. Und das bei rund 60,000 Mitarbeitern in Deutschland. Wer hat wohl das Privilieg seinen Nachwuchs dort abgeben zu dürfen? Wohl kaum der Mitarbeiter in der Fabrikhalle.
  • Kusi  Affolter , via Facebook 04.03.2016
    Was? Sie ist 54-ig?
    Kompliment!!!!
    Wünsche weiterhin viel Erfolg!